1. NRW
  2. Städte
  3. Hückelhoven

Heinz Meißner ist Bürgermeisterkandidat der SPD Hückelhoven 2020

Bürgermeisterkandidat in Hückelhoven : Meißner: „Wir können nicht so weitermachen wie bisher“

In Hückelhoven will die SPD ihr Ergebnis von 2014 halten – damals reichte es zu 21,75 Prozent, was zehn Sitze im Rat einbrachte. Heinz Meißner ist der Frontmann der Sozialdemokraten, er sammelt Stimmen für das Bürgermeisteramt.

Die Zeiten, in denen bei den Hückelhovener Sozialdemokraten die Fetzen flogen, kennt Heinz Meißner nur vom Hörensagen. Er ist erst seit 2010 Mitglied, hat sich aber von Anfang an aktiv eingebracht. „Dann ist man relativ schnell vorne dabei“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion. „Jetzt sind wir eine friedliche, harmonische Partei in Hückelhoven“, versichert der 72-jährige Hilfarther. So wurde er mit nur einer Enthaltung in der Mitgliederversammlung zum Bürgermeister-Kandidaten seiner Partei gekürt.

Seit 2014 ist Heinz Meißner Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60+, ein Jahr später wurde er in Hückelhoven, wo er sich in den Arbeitskreisen Stadtentwicklung und Verkehr einbrachte, zum Ortsvereins-Vositzenden gewählt. Da hatte die SPD noch 160 Mitglieder, aktuell sind es 145. „Wir haben auch Nachwuchs, unterstreicht der Hilfarther. „Bei den Kandidaten für die Wahlbezirke sind auch Jüngere dabei.“ Als gebürtiger Bochumer sei er im Ruhrpott „schon immer SPD-affin“ gewesen.

Der 72-Jährige blickt auf ein bewegtes Arbeitsleben, mit vielen Ortswechseln verbunden. „Ich war Schmücker“, erzählt er. „Heute heißt das Dekorateur oder Schauwerbegestalter.“ 37 Jahre Kaufhalle – 1967 in Bochum, ab 1970 Osnabrück, dann Bielefeld und bis 1986 Bad Salzuflen, Stationen zwischen Flensburg und Rosenheim. Als sich die „Durchsichtfenster“ dursetzten, ging er in den Verkauf, wurde Abteilungsleiter und Filialleiter in Mönchengladbach, zum Schluss arbeitete er in Köln in der Werbeabteilung. Durch den Beruf lernte Heinz Meißner seine Frau, die im gleichen Metier arbeitete, kennen. Damit die Kinder nicht in der Großstadt aufwachsen, zog das Paar 1995 von Dillingen an der Donau nach Hückelhoven.

  • Zuversichtliche Sozialdemokraten in Grefrath (von links):
    SPD Grefrath : Sozialdemokraten wählen ihre Kandidaten für den Rat
  • Steffi Neu kommt mit Steffis Kneipenquiz
    WDR-Moderatorin auf Tour : Steffis Kneipenquiz kommt nach Hilfarth
  • Mit einem Kreisverkehr wäre das Abbiegen
    Ansichtssache : Dickenbusch – die SPD muss sich entscheiden

„In Hilfarth haben wir uns ein Bergarbeiter-Häuschen mit kleinem Garten angelacht“, sagt Heinz Meißner. Sohn Christian, ein IT-Systemadministrator, lebt noch zu Hause, die Tochter ist schon ausgeflogen. Zwei- bis dreimal pro Jahr gönnt sich das Paar ein Wellness-Wochenende. Heinz Meißner ist aktiv bei den Korbmachern, bei den Mineralien- und Bergbaufreunden und im Förderverein Schacht 3.

In seinem Bemühen um bessere Radwege in der Stadt – langjähriges Thema bei den Sozialdemokraten – ist Heinz Meißner alle Strecken durchgeradelt. „Das Mobilitätsverhalten der Menschen muss sich ändern“, ist er überzeugt. „Mehr Strecken mit dem Rad, zu Fuß und mit der Bahn zurücklegen. Dazu muss die Infrastruktur stimmen.“ Mit dem Beigeordneten Achim Ortmanns hat sich die SPD an einen Tisch gesetzt, ist eine Zusammenfassung der Fahrradwege durchgegangen. „Ein Ergebnis haben wir“, vermeldet Meißner mit Stolz in der Stimme. „Der Fahrradweg vom Landabsatz die Sophiastraße entlang ist toll geworden dank unserer Bemühungen.“ Ein Wunsch wäre ein Naherholungsgebiet am Freibad Kapbusch mit einem Rundweg. „Es kann noch nicht das Ende sein, wenn am Aloha Beach das Häuschen steht, da muss noch mehr passieren.“

Klimaschutz nimmt im Wahlprogramm eine wichtige Rolle ein. „Betrachtet man die Schäden durch den Klimawandel – Starkregen oder Dürre –, dann rechnet sich jede Anlage erneuerbarer Energien. Auf dem eigenen Haus erzeugt der Bürgermeister-Kandidat mit Hilfe von Solartechnik Strom und warmes Wasser. „Wir haben gesagt, es muss sich nicht rechnen, wir tun was für die Umwelt.“ An dem Thema will die SPD arbeiten: „Wir müssen etwas ändern. Da gibt’s in Hückelhoven noch Möglichkeiten. Wir können nicht so weitermachen wie bisher.“