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Heimatpreis der Stadt Hückelhoven geht an Korbmachermuseum in Hilfarth

Heimatpreis der Stadt Hückelhoven : 2500 Euro Preisgeld für das Korbmachermuseum in Hilfarth

Die Preisverleihung des Heimatpreises in Hückelhoven findet am Montag, 25. Oktober, in einem festlichen Rahmen mit Bürgermeister Bernd Jansen statt.

Wer wird der Nachfolger des Fördervereins Schacht 3 und gewinnt in diesem Jahr den Heimatpreis der Stadt Hückelhoven? Diese Frage hat die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt Hückelhoven beantwortet. Das Museum der Korbmacher in Hilfarth gewinnt den ersten Platz und erhält 2500 Euro für die Erstellung eines Heimatbuches.

Insgesamt neun Bewerbungen waren eingegangen, teilt die Verwaltung mit. Auf dem zweiten Rang landet die Bergkapelle Sophia Jacoba zur Dokumentation und permanenten Begleitung eines regionalen Traditionsorchesters einer ehemals typischen Bergbauregion. Dafür gibt es 1500 Euro. 1000 Euro erhält die Maria-Hilf Kapelle aus Brachelen für den dritten Platz.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Schnelle fand in der Sitzung lobende Worte für alle Bewerber. „Wir haben viele gute Vorschläge bekommen“, sagte er und implizierte, dass den Entscheidern die Auswahl nicht leicht gefallen wäre. So sei auch die Bewerbung des Mandolinenorchesters „Rurperle“ 1922 Hilfarth in der engeren Wahl gewesen. Der Verein möchte anlässlich seines 100-jährigen Bestehens einen Wald anpflanzen, das entsprechende 8000 Quadratmeter große Grundstück sei bereits von der Stadt überlassen worden, heißt es in der Bewerbung. Da dieses Projekt allerdings erst im kommenden Jahr realisiert werden soll, werde es für die Wahl 2022 in Erwägung gezogen. Die Verleihung des diesjährigen Heimatpreises findet am Montag, 25. Oktober in einem festlichen Rahmen mit dem Bürgermeister statt.

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Das Heimatbuch, mit dem das Museum der Korbmacher in Hilfarth den ersten Platz belegt, ist zwischen 2016 und 2018 entstanden. „Ziel des Museums ist es, dass unsere Besucher einen Einblick in die Geschichte des Korbmachens und den Beruf des Korbmachers erhalten“, schreibt der Verein in seiner Bewerbung. Es sei das Anliegen gewesen in dem Buch zu berichten, wie die Menschen in Hilfarth lebten – in der Familie, im Beruf, in der Freizeit, aber auch in schlimmen Zeiten wie im Krieg und bei Hochwasser. Um den jetzt Lebenden und den Nachkommen mit diesem Buch den Heimatgedanken nahezubringen und so Werte zu erhalten, sind auch einige der Artikel in „platt“ verfasst.

In ihrer Bewerbung haben die Verantwortlichen auch dargelegt, wie viel Arbeit sie in das Museum gesteckt haben und auch weiterhin stecken. So seien bis zur Eröffnung rund 250.000 Arbeitsstunden erbracht worden – und das alles ehrenamtlich. Für jede Führung, die im Museum stattfindet, werden rund fünf Arbeitsstunden eingerechnet. Die Führung selbst dauere drei Stunden, die Mitarbeiter müssten jedoch alles vor- und auch nachbereiten.

Die Bergkapelle Sophia Jacoba möchte mit dem Preisgeld die digitalen Auftritte auf den neuesten Stand bringen. Zudem könnte die Homepage als eine Art Bindeglied zu anderen bergbaulichen Vereinen, wie etwa dem Förderverein Schacht 3, fungieren. Das historische Gebäude der Maria-Hilf Kapelle soll mit dem Preisgeld des dritten Platzes auch weiter für die Nachwelt erhalten bleiben.