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Haldenzauber 2018 in Hückelhoven: Magie des Lichts auf der Millicher Halde

HÜCKELHOVEN : Magie des Lichts auf der Millicher Halde

Der Hückelhovener Haldenzauber soll das Winter-Highlight der Region werden. Sechs Wochen sind die funkelnden Objekte zu bestaunen.

Zur Adventszeit gab es in Hückelhoven in den Vorjahren die neue Weihnachtsbeleuchtung, glitzernde Licht-Bäume, die Weihnachtsparade, einen Winterwald am Weihnachtsmarkt, sogar lebendige rotnasige Rentiere. Das neue Event wird all dies buchstäblich in den Schatten stellen: der Haldenzauber vom 26. November bis zum 6. Januar auf der illuminierten Millicher Halde. Die Innsbrucker Firma MK Illumination will die „Schlafende Schöne“ in ein emotionales Gesamtkunstwerk verwandeln, ein Winterwunderland aus tausenden bunten Lichtern.

Die Stadt Hückelhoven kennt die „Meister des Lichts“ von MK schon einige Jahre. Ende 2017 entstand die Idee, etwas ganz Besonderes an einem besonderen Standort zu schaffen. „Wir hatten schon Kunst und sportliche Ereignisse auf der Halde“, sagte Bürgermeister Bernd Jansen bei der Präsentation des Konzepts im Rathaus. „Nun bin ich mächtig stolz, dass es uns gelungen ist, für den Haldenzauber grünes Licht aus Innsbruck zu bekommen.“ Sponsoren helfen bei der Umsetzung: Kreissparkasse, Energieversorger WEP, EBV, Wirtschaftsförderung des Kreises Heinsberg und der Niederrhein-Tourismus.

Vom Fuß der Haldentreppe bis zu dem Feld hoch oben an den Weinstöcken reicht die Inszenierung. Karl-Heinz-König von MK Illumination definierte das Ziel: „Wir wollen einen Ort zu einem zauberhaften Erlebnis werden lassen. Dafür muss man 400 Stufen hoch, aber man wird reichlich belohnt.“ Ein Video gab schon einen Vorgeschmack auf die Magie des Lichts, die Gänsehaut erzeugt. Die fünf Installationen haben Bezug zu der mit Energie verbundenen Geschichte der Stadt und Besonderheiten wie dem Hasenglöckchenwald. Besucher werden mit glänzenden Augen staunen über den mystischen Wolkenwald, den Wald der Blauen Blumen, den magischen Wald der Tiere, den riesigen Himmelsstern oder den „Tango von warm und kalt“. König nannte beeindruckende Zahlen: mehr als 100 Standobjekte und ebenso viele hängende Installationen, insgesamt mehr als 250.000 Lichtpunkte, davon 40.000 im Wald der Blauen Blumen, 24 Lichtobjekte im Wolkenwald, mehr als 250 Kilometer verarbeitete Lichterketten. Den Wald der magischen Tiere bevölkern zwölf Wesen vom Eichhörnchen über den Fuchs bis zu einem Pferd auf einer Bank und einem Hirsch. Zwischen den Bäumen leuchten Rehe, Schwäne, Vögel,  Schmetterlinge. Auf dem großen Feld werden 50 Kugeln zu einem Baum aufgetürmt, Lichtvorhänge von 30 Metern Länge und sechs Metern Höhe bilden den Rahmen für eine abendliche Show zu jeder vollen Stunde: eine Sinfonie aus Licht und Musik.

 Der Himmelsstern am Aussichtspunkt oben auf der Millicher Halde
Der Himmelsstern am Aussichtspunkt oben auf der Millicher Halde Foto: MK Illumination

An vier Eingangsbereichen können Besucher Lichteffekte und Geräusche selbst steuern, sie können Kugeln auf einer Waage so verlagern, dass ein künstlicher Baum mit 3560 Lichtpunkten seine Farbe verändert. Anfassen ist ausdrücklich erlaubt, so König. „Und bei 36 Volt kann schon nichts passieren.“ In einer begehbaren Kugel wird es USB-Anschlüsse geben und im gesamten Bereich WLAN für alle, die per Handy ihre glitzernden Eindrücke in die sozialen Medien posten wollen. Zwischen den Stationen werden Getränke und Leckereien angeboten.

Das auf einer Halde bislang einzigartige Event ist nachhaltig für die nächsten drei Jahre geplant, wobei jeweils neue Attraktionen hinzu kommen sollen. Am heutigen Dienstag startet der Kartenvorverkauf, gestaffelt nach Einzel- und  Familienkarten, Eintritt für Montag bis Donnerstag oder die Wochenenden.