Hückelhoven: Graaff verabschiedet - zwei weitere Hauptamtliche werden versetzt

Hückelhoven : Graaff verabschiedet - zwei weitere Hauptamtliche werden versetzt

In St. Stephanus feierte der Regionaldekan seine letzte Messe in der GdG Hückelhoven. Die Gemeindereferenten Kück und Errens gehen Ende des Jahres.

Die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Hückelhoven steht vor noch größeren personellen Veränderungen als bislang gedacht: Zum Jahresende verlassen nun auch noch die beiden langjährigen Gemeindereferenten Achim Kück und Ute Errens die GdG. Bekannt war bislang zweierlei: Regionaldekan Gottfried Maria Graaff hat nach gut einjähriger Tätigkeit mit dem gestrigen Tag als Pfarradministrator der Gemeinden in Hückelhoven, Ratheim, Kleingladbach und Schaufenberg sowie als Vorsitzender des Kirchengemeindeverbands Hückelhoven aufgehört. Und Pfarrer Jose Kallupilankal, zuständig für die Gemeinden in Brachelen, Rurich, Hilfarth, Baal und Doveren sowie Leiter der GdG Hückelhoven, geht Ende des Jahres - beide hören aus gesundheitlichen Gründen auf.

Den zusätzlichen personellen Aderlass teilte Hiltrud Derix, Vorsitzende des Hückelhovener GdG-Rates, der RP im direkten Anschluss an die Verabschiedung von Graaff in der gut besuchten Vorabendmesse am Samstag in St. Stephanus Kleingladbach mit. "Wir haben das selbst erst in der vergangenen Woche erfahren. Die vom Bistum angeordnete Versetzung ist unserereits in beiden Fällen sicher nicht gerade erwünscht", erklärte Derix. Und ihre Stellvertreterin Marita Janclas ergänzte: "Das Bistum hat uns über die Gründe völlig im Dunkeln gelassen - und gerade das macht uns so ratlos. Mit Achim Kück und Ute Errens gehen schließlich die beiden Hauptamtlichen, die am längsten in der GdG sind - ausgerechnet in unserer aktuellen Situation müssen sie uns nun verlassen."

Einziger hauptamtlicher Priester der GdG wird ab Januar Pater Anton Steinberger sein - voraussichtlich wird dieser Zustand aber nur einen Monat andauern. "Im Februar kommt ein afrikanischer Priester aus Stolberg zu uns", verriet der Pater. Der hatte am Ende des Gottesdienstes seitens des Pastoralteams die Aufgabe übernommen, Graaff zu verabschieden: "Er hat hier viel Struktur reingebracht - und das hat er nicht autoritär getan, sondern dabei die Menschen mitgenommen. Umso schmerzlicher ist es, dass er nun geht. Das macht einige hier mutlos."

Für die GdG verabschiedete Graaff die seit vielen Jahren mit ihm befreundete Hiltrud Derix: "Danke für deinen außerordentlichen Dienst bei uns. Du bist mit großem Elan und festen Vorstellungen an die Arbeit gegangen, hast dir dann aber zu viel zugemutet. Wir hoffen sehr, dass du bald wieder ganz gesund bist." Graaff habe "Verlässlichkeit in den Arbeitsabläufen" geschaffen - die neue Gottesdienstordnung sei gerade auch sein Werk.

Nachdem Graaff den offiziellen Brief des Bischofs zu seiner Entpflichtung in Hückelhoven vorgelesen hatte, verabschiedete er sich unter Applaus der Gottesdienstbesucher. "Ich habe mir alle Mühe gegeben, bin stolz, hier gewesen zu sein. Doch im letzten halben Jahr spielte die Gesundheit einfach nicht mehr mit. Meine große Bitte: Gehen Sie weiter auf dem Weg des Glaubens!"

(emo)