Giftige Gase sorgen für Großeinsatz in Hückelhoven-Hilfarth

Chemische Reaktion im Gewerbehof Marienpark : Giftige Gase sorgen für Großeinsatz in Hilfarth

Zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr kam es am Donnerstag (1. August) in Hückelhoven-Hilfarth. Im Gewerbehof Marienpark hatte es zuvor eine chemische Reaktion gegeben. Dabei sollen giftige Gase freigesetzt worden sein.

Verletzt wurde dabei offenbar niemand. Die Feuerwehr wurde gegen 13.20 Uhr alarmiert. Wie der Hückelhovener Feuerwehrsprecher Josef Loers berichtet, befreiten die Einsatzkräfte zunächst alle 71 Menschen aus dem betroffenen Gebäude mit mehreren Kleingewerbe- und Schulungsbetrieben.

Um ein genaues Schadensbild zu erlangen, ging ein Atemschutztrupp unter Chemikalienschutzanzug in den Gefahrenbereich vor und erkundete die Lage. „Vorsorglich wurde ein Löschangriff vorbereitet und ein Dekontaminationsplatz für die Einsatzkräfte eingerichtet“, berichtet Josef Loers.

Wie es zu der chemischen Reaktion in einem metallverarbeitenden Betrieb kommen konnte, ist noch unklar und wird nun untersucht. Foto: Feuerwehr Hückelhoven

Der Rettungsdienst untersuchte neun Menschen, Verletzungen wurden nicht festgestellt. Wie es zu der chemischen Reaktion in einem metallverarbeitenden Betrieb kommen konnte, ist noch unklar und wird nun untersucht.

Die Feuerwehr Hückelhoven war mit 55 Kräften im Einsatz. Foto: Feuerwehr Hückelhoven

Vor Ort hatte nach Auskunft der Feuerwehr ein Produkt aus ungeklärter Ursache reagiert und giftige Dämpfe freigesetzt. Die Flüssigkeit wurde durch weitere Atemschutztrupps unter Chemikalienschutzanzug mit Chemikalienbinder abgestreut und anschließend in ein Behältnis luftdicht verpackt. Durch die Polizei wurde mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei im weiteren Umfeld alle Zufahrtsstraßen gesperrt. Der Einsatzbereich der Feuerwehr erstreckte sich über eine Länge von fast einem Kilometer.

Zum Abschluss der Feuerwehrmaßnahmen wurden die betroffenen Räume gelüftet und die Einsatzstelle der Polizei sowie dem Betreiber übergeben.

Im Einsatz waren 55 Feuerwehrleute aus Hückelhoven, 16 Kräfte vom Rettungsdienst, dazu Katastrophenschutzeinheiten sowie die Gefahrstoffgruppe des Kreises Heinsberg und 27 Polizisten.

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