Gesamtschule Ratheim mit Erasmus-Projekt „Today a dreamer, tomorrow a leader“ in Bulgarien

Gesamtschule Ratheim auf Reisen : Klassische Spiele aus sechs Ländern in Bulgarien

Das Erasmus-Projekt „Today a dreamer, tomorrow a leader“ führte vier Schüler und zwei Lehrer der Leonardo da Vinci Gesamtschule nach Bulgarien.

Im Rahmen des Erasmus-Programms „Today a dreamer, tomorrow a leader“ durften zum ersten Mal innerhalb dieses Projektes vier Schülerinnen und Schüler der Leonardo da Vinci Gesamtschule Hückelhoven in Begleitung der Lehrer Azad Calik und Patrick Arregui am europäischen Austauschprogramm teilnehmen. Destination und Austauschpartner war eine Grundschule in dem Dorf Brenitsa, das in einer Gemeinde im Norden Bulgariens liegt.

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte werden innerhalb von zwei Jahren in Länder wie Portugal, Italien oder Türkei reisen und dort das Schulleben kennenlernen. Bislang konnte die Gesamtschule 20 Erasmus-Fahrten in europäische Partnerländer unternehmen, an denen mehr als 36 Kinder teilnahmen. Mit vielen Eindrücken kehrten die Jungen und Mädchen aus Bulgarien zurück. Ziel war „ein wirklich sehr kleines Dorf, und es waren mit uns zusammen 20 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt fünf Ländern dort. Es gab Schwierigkeiten, genügend Gastfamilien zu finden. Deswegen waren wir im Hotel in der nächstgrößeren Stadt namens Knezha“, berichtete die kleine Delegation.

Ein gemeinsamer Ausflug in Bulgarien: (von oben nach unten) Laura, Lehrer Patrick Arregui, Samira, Andrei, Tim und Lehrer Azad Calik. Foto: Krasnogar Katsarov

Angereist waren sie ohne große Erwartungen, „da Bulgarien ein eher armes Land in Europa ist. Was wir erwartet haben ist, ein bisschen über die Geschichte des Landes, über die Menschen und ihre Kultur zu erfahren und natürlich schöne Orte zu besuchen“, so der Reisebericht. Die Erwartungen wurden schließlich übertroffen: „Wir haben in diesen sechs Tagen wirklich so viel erlebt und gesehen. Was auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird, ist die Gastfreundlichkeit der Menschen. Alle waren wirklich supernett.“

Ausflüge führten zum Beispiel zu den sogenannten „Augen Gottes“ – einer spektakulärem Höhle mit zwei riesigen augenförmigen Löchern in der Decke. Die Schüler besuchten außerdem ein Museum in Pleven, das den Sieg über das Osmanische Reich vor einhundert Jahren ausstellt, und das Highlight war die Hauptstadt Sofia.

An den Tagen, an denen sie nicht unterwegs waren, haben die Jugendlichen in der Schule am Projekt gearbeitet. Das Thema heißt übersetzt „Heute ein Träumer, morgen ein Anführer“. „Es geht im Allgemeinen um Spiele. Es sind keine Computer- oder Konsolenspiele gemeint, sondern Spiele, die man in Gesellschaft spielt oder klassische Spielzeuge“, erklärten die Teilnehmer. So ging es in Bulgarien um traditionelle Spiele, und jedes Land musste eines seiner typisch traditionellen Spiele vorstellen. Später haben dann alle Schüler aus sechs Ländern zusammen gespielt, was alle „echt cool“ fanden.

Und die wichtigste Erkenntnis aus der Reise: dass man mit allen klarkommt, obwohl man nicht dieselbe Sprache spricht. Das Fazit der Jugendlichen lautete entsprechend: „Wir haben uns irgendwie immer verständigen können. Außerdem haben wir gesehen, dass alle anwesenden Schüler meistens die gleichen Interessen haben, egal aus welchem Land sie kommen. Wir haben viel über Bulgarien und über die bulgarische Kultur gelernt.“

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