Hückelhoven: Geißlein Hansi stiftet Kissenschlacht an

Hückelhoven : Geißlein Hansi stiftet Kissenschlacht an

Das Hückelhovener Elterntheater führte das Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" der Gebrüder Grimm auf. Die Märchenbengel um Regisseurin Gabi Aglan haben sich viel Mühe gegeben. Die Aufführung war ein voller Erfolg.

"Guten Abend liebe Kinder! Heute erzählen wir euch eine Geschichte aus einer Zeit, in der die Tiere noch sprechen konnten", begrüßt Fee Lilly (Sabine Winter) die Kinder im Jugendheim St. Lambertus. Es war wieder soweit. Das Hückelhovener Elterntheater hatte genug geprobt, die Aufführung des Märchens "Der Wolf und die sieben Geißlein" der Gebrüder Grimm im Jugendheim St. Lambertus stand an. Im Laufe des Stücks, nach den einzelnen Szenen, tritt Fee Lilly immer wieder vor den Vorhang. Sie ist die Erzählerin und führt die vielen Kinder, die zur Aufführung gekommen waren, durch das Stück.

Die Kinder sind voll und ganz mit dabei. Immer wieder beziehen die Schauspieler die Kinder mit in das Stück ein. "Das machen wir, wenn es möglich ist, denn heute waren die Kinder wirklich ruhig", sagt Rolf Berghofen. Das sei nicht immer so. Berghofen selbst spielt als Geißlein Hansi mit und hat in seiner Rolle viel Unsinn im Kopf. Er stiftet eine Kissenschlacht an oder hat keine Lust die Zähne zu putzen. Als die Geißenmutter (Martha Grüneberg) ihre Geißlein (Jürgen Gobbers, Rolf Berghofen, Birgit Cepeda, Julia Münchs, Andrea Petra-Demiroglu, Janet Münchs und Lourisa Murphy) in der Höhle zurücklässt, fiebern die Kinder mit den Geißlein mit. Schaffen sie es, nicht auf den bösen Wolf, den Jörg Kaminski hervorragend inszenierte, hereinzufallen? Doch auch diesem helfen die Kinder eifrig, als er sich überlegt, wie er die Geißlein überlisten kann, ihm die Türe zu öffnen. "Du musst dich verkleiden", rufen die Kinder aus dem Publikum. Das macht der Wolf dann auch, mit Teig und Mehl von der Bäckersfrau (Monika Schmidt) und schafft es letztendlich in die Höhle der Geißlein. Wie die Geschichte ausgeht, ist bekannt.

Viel Mühe haben sich die Märchenbengel um Regisseurin Gabi Aglan, die selbst als schwerhöriger Krämer mitspielte, gegeben. Vier verschiedene Bühnenbilder hatte die 24-köpfige Truppe vorbereitet. Die Geißenhöhle, den Laden des Krämers, die Bäckerei und den Brunnen, in dem der Wolf letztendlich ertrinkt. Alles mit viel Liebe zum Detail. Und so durften der Eingang der Höhle und auch die Standuhr der Geißlein nicht fehlen. "Hier haben auch einige Kinder unserer Schauspieler geholfen", erzählt Berghofen.

Ein echter Hingucker waren die Geißenmützen, die Marion und Jürgen Gobbers gehäkelt haben. Seit Mai stecken die Märchenbengel in den Vorbereitungen. Der grobe Aufbau des Drehbuchs stammte von Ute Bartsch, einem ehemaligen Mitglied der Märchenbengel. Rolf Berghofen und Birgit Cepeda hatten es für diese Aufführung dann noch einmal überarbeitet. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Aufführung war ein voller Erfolg. Das musste auch so kommen, die Zeichen standen gut. "Mit der Generalprobe waren wir nicht zufrieden", erzählt Berghofen. Es hat sich bewahrheitet, dass das ein gutes Omen ist.

(anek)