Hückelhoven: Für ein Miteinander in schwieriger Zeit

Hückelhoven: Für ein Miteinander in schwieriger Zeit

Schüler gaben Konzert in der Aula. Einnahmen des Abends unterstützen die Hückelhovener Flüchtlingspaten.

Sie wollten "ein Zeichen setzen für ein Miteinander in einer schwierigen Zeit", sagte Lisa Jäckel, die Leiterin der Musical-AG am Gymnasium, die beim Benefizkonzert für die Hückelhovener Flüchtlingspaten gemeinsam mit Jonas Wender durch das Programm führte.

Rund zweieinhalb Stunden lang unterhielten der Chor "WestVocals", das Schulorchester des Gymnasiums und die Musical-AG "Showtime" das Publikum in der gut gefüllten Aula. Mit "A kind of Magic" eröffneten Lisa Jäckel und Jonas Wender den abwechslungsreichen Liederreigen, den im ersten, gut einstündigen Programmteil vor allem die Mitglieder des Schulorchesters bestritten. Unter Leitung ihres Musiklehrers Claas Otto präsentierten die Mädchen und Jungen unter anderem den "Valse d'Amelie", "Bohemian Rhapsody" und "Oblivion", um dann mit der Star-Trek-Titelmelodie in ferne Galaxien zu entführen. Schülerin Lea Minkenberg stimmte "Make you feel my love" an, am Flügel begleitet von ihrem Vater Professor Dr. Hubert Minkenberg. Nach der Pause trat Minkenberg als Chorleiter der "WestVocals" in Aktion. Der bekannte Cold-Play-Song "Viva la vida" gehörte dabei ebenso zum Repertoire wie Katja Ebsteins "Wunder gibt es immer wieder". Mit Reinhard Meys "Gute Nacht, Freunde" verabschiedeten sich die "WestVocals" von ihren Zuhörern. Ulrike Minkenberg als Initiatorin der Flüchtlingspaten stellte das Hilfsprojekt vor. Insgesamt fast 80 Ehrenamtler bringen sich inzwischen ein - sie begleiten bei Arztbesuchen, verbringen ihre Freizeit mit den Flüchtlingen oder sind einfach nur bereit, Sachen zu transportieren. Eine Nähgruppe sowie Sprach- und Sportangebote sind vorhanden.

"Wir sind eine lockere Runde", umschrieb Ulrike Minkenberg das Projekt "Flüchtlingspaten". Zurzeit werden dringend warme Winterkleidung, Fahrräder und CD-Player für den Sprachunterricht benötigt. "Wir möchten den Flüchtlingen den Start erleichtern, denn wir sind überzeugt, dass keiner von ihnen freiwillig hierher gekommen ist."

Die Internationale Vorbereitungsklasse, kurz IVK, wurde von Gymnasiallehrerin Birgit Fluhr-Leithoff vorgestellt. Insgesamt 17 Kinder aus zehn Nationen im Alter zwischen elf und 14 Jahren besuchen die Klasse. Was sie verbindet: "Alle können kein Deutsch", so Fluhr-Leithoff. Das Ziel: Ihnen so schnell wie möglich zu Sprachkompetenz zu verhelfen. "Dafür haben wir ein Jahr, maximal zwei Jahre Zeit." Der Erfolg ist vorhanden: "Sie öffnen sich, lachen wieder, so wie es sein soll bei Kindern."

(cb)