Hückelhovener Ferienspiele Märchenhaft kreativ Kartons gestaltet

KLEINGLADBACH · Basteln nach dem Motto „Märchen und Fabelwesen“, gemeinsames Mittagessen, Wasserschlacht auf dem Rasen – für 32 Kinder hat im Jugendheim Kleingladbach eine kreative Ferienspielwoche begonnen. Am Ende wird zusammen gegrillt.

 Die „Märchen im Schuhkarton“ nehmen Gestalt an. Andrea Axer (li.) und Stephanie Hennig bewundern die Arbeiten von Sophie (10) und Amelie Hennig (13) und Mia Naumann (10; v. li.).

Die „Märchen im Schuhkarton“ nehmen Gestalt an. Andrea Axer (li.) und Stephanie Hennig bewundern die Arbeiten von Sophie (10) und Amelie Hennig (13) und Mia Naumann (10; v. li.).

Foto: Gabi Laue

Unter den Schatten spendenden Pavillons hinter dem Jugendfreizeitheim Kleingladbach lässt sich die Hitze des Tages aushalten. An den Tischen mit Bastelmaterial und Farben verwandeln sich Schuhkartons, auf dem Deckel aufgestellt, in bunte kleine Fantasiewelten. Die Ferienspiele der Stadt Hückelhoven gehen in Kleingladbach in die nächste Runde, ebenso wie im ev. Jugendheim „Chapter One“, beim Stadtsportverband Hückelhoven in der Halle am Parkhof und bei der Streetwork auf dem Schulhof des Gymnasiums. Auch in der zweiten Ferienhälfte finden Eltern Möglichkeiten, die Kinder in einer spannenden Woche gut betreut zu wissen.

Sophie Hennig (10) lässt in einer blauen Wasserkulisse Arielle, die Meerjungfrau, schwimmen. Im Karton von Amelie Hennig (13) schaut Rapunzel mit einem langen, aus Wolle geflochtenen Zopf aus einem Turm mit rotem Dach. Ihre Mama Stephanie Hennig betreut mit Evelyne Rohmen und sechs Helferinnen die Ferienspielwoche. Das tut die Podologin ehrenamtlich, und das gerne. „Durch die Kinder bin ich dabeigeblieben, weil die Ferienspiele hier so schön sind“, sagt die Hückelhovenerin. Überhaupt gefallen ihr die Menschen und die Gemeinschaft in Kleingladbach. Die 32 Ferienkinder kommen in dieser Woche aus dem gesamten Stadtgebiet. Alle wollen Wunschsteine bemalen mit eigenen Anliegen und am Ende der Woche schauen, welche Wünsche erfüllt werden konnten.

Verschieden lange Papprollen und Wäscheklammern bieten Bastelmaterial für die nächsten Tage. Drachen, Schmetterlinge, Feen und Prinzessinnen sollen entstehen. „Die Kinder sind so kreativ, da läuft das von ganz alleine“, freut sich Stephanie Hennig über den schöpferischen Eifer der Kleinen. Mädchen sind begeistert von der Themenwahl, die Jungs würden lieber Fußball spielen. Doch in der Hitze ist eine kühle Dusche vom Wassersprenger viel besser. Und weil die Wespen die draußen aufgestellten Farbbecher so interessant finden, wird die Ferienspielleiterin ebenfalls kreativ und zündet Kaffeepulver in kleinen Schälchen an. Tatsächlich suchen die lästigen Tierchen bei dem Geruch das Weite.

Rechtzeitig zum Mittagessen – es gibt Hot Dogs – ist stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Axer zu Besuch gekommen. Auch sie bewundert die bunten Schuhkartons, mit Farbe, Blüten und Feenstaub verziert. „Ohne Fernsehen und Playstation können Kinder sehr kreativ sein“, stellt sie fest. Was mag nur in der roten Kühlbox sein, die sie mitgebracht hat? „Dokumente!“ vermutet ein Kind bei der Besucherin aus dem Rathaus. Doch ein Junge hat den richtigen Riecher: „Eis“ rät er, und Andrea Axer nickt verschmitzt. Das verteilt sie nach dem Mittagessen, was bei den Kleinen großen Anklang findet. Besuche bei Ferienspielen gehören zu ihren liebsten Repräsentationsaufgaben, und im lockeren Kontakt mit den Kindern geht sie voll auf. Sie lobt den Einsatz der Betreuer, die eine hohe Verantwortung tragen und oft Urlaub für diese Aufgabe nehmen.

Nach der Mittagspause geht’s begeistert weiter mit den „Märchen im Schuhkarton“. „Wichtig ist, dass die Kinder auch ein Andenken mit nach Hause nehmen können“, erklärt Stephanie Hennig. „Das liegt uns am Herzen. Dann können sie sich noch lange daran erinnern, wie schön es war bei den Ferienspielen.“