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Fachtagung Inklusion in Hückelhoven

Fachtagung in Hückelhoven : Über inklusive Vorschulpädagogik beraten

Eine Fachtagung dazu fand nun in Hückelhoven statt. Es geht um die Förderung und Teilhabe von Kindern mit Behinderungen im Alltag von Kindertagesstätten.

Ein Fachtag zur Inklusion fand nun in Kooperation zwischen dem Jugendamt der Stadt Hückelhoven und der Lebenshilfe Heinsberg statt.

Seit Einführung des Bundesteilhabegesetzes hat sich in der Vorschulpädagogik der Teilhabegedanke etabliert, Kinder mit und ohne Behinderung besuchen die städtischen Kindertageseinrichtungen in Hückelhoven, sagte Birgit Roye. Sie leitet mit Agi Hirtz fünf inklusive Kindertagesstätten der Lebenshilfe Heinsberg. „Dieses selbstverständliche Miteinander im Kindesalter ist für Einrichtungen und Erzieher eine Herausforderung“, so Roye. „Diagnosen, Behinderungsbilder sowie Therapien haben sich diversifiziert, bauliche und fachliche Vorgaben entwickeln sich dynamisch. Eltern sind heute umfangreich informiert, mit Fachärzten vernetzt und haben konkrete Vorstellungen von einer gezielten Förderung ihrer Kinder.“ Man sei mit zahlreichen Regeleinrichtungen im Kreis Heinsberg im Austausch und berate in der inklusiven Vorschulpädagogik. Aufgrund vielerAnfragen habe man sich entschlossen, das Knowhow mit der Praxis zu teilen, so Roye. So entwickelte die Lebenshilfe mit Unterstützung der Aktion Mensch das Projekt „Dabei sein von Anfang an“, um die Teilhabe von Kindern mit Behinderung in Regelkindertagesstätten zu begleiten.

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Mit diesem ersten Fachtag wollte man Erfahrungen in der gemeindenahen Teilhabeförderung in einem gebündelten Programm vermitteln. Mit Sandra Senftleben, Mutter eines Kindes mit Behinderung, führte die Pädagogin die Teilnehmer in das Thema Inklusion und die Situation betroffener Eltern im Kreis Heinsberg ein. Workshops zum Umgang mit Kindern mit auffälligem Verhalten, Hilfen für den barrierefreien Alltag in einer Kita, Vorstellung inklusiver Raum- und Tagesstrukturen sowie neue Erkenntnisse in den Beobachtungs- und Diagnoseverfahren bildeten die Grundmodule des Fachtages. Gelingende Inklusion braucht Fachlichkeit, ist der Tenor der Kooperation zwischen der Stadt Hückelhoven und der Lebenshilfe. „Der Austausch ist wichtig und Voraussetzung für eine gute, flächendeckende Versorgung im Sinne einer inklusiven, vorschulischen Bildung und der Entwicklung einer eigenen Haltung zum Thema“, so Peter Wiese vom Hückelhovener Jugendamt.

Hückelhoven baut in den sechs städtischen Kitas ein interdisziplinäres Team bestehend u.a. aus Heilerziehungspflegerinnen, Erzieherinnen und einer Motopädin für die Begleitung, Betreuung und Förderung der betroffenen Kinder und deren Eltern auf. Aktuell befinden sich in den Einrichtungen 22 Kinder mit dem Status Basisleistung I nach Bundesteilhabegesetz mit diversen Teilhabeeinschränkungen. Angedacht zur Unterstützung der Kollegen vor Ort ist die Installation einer einrichtungsübergreifenden Fachberatung für Inklusion.

(RP)