Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses Kleingladbach übergeben.

Für die Feuerwehr Kleingladbach : Erweiterungsbau fertig gestellt

Die Kleingladbacher Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr ist stolz auf ihr neues Gerätehaus, das als Anbau in Eigenleistung von 30 Aktiven entstanden ist. Neuer Löschgruppenführer ist Andreas Körber.

Seine letzte Amtshandlung war auch seine schönste. Bevor Michael Kauhl als bisheriger Löschgruppenführer den Platz für seinen Nachfolger Andreas Körber räumte, weihte er zusammen mit Bürgermeister Bernd Jansen und Sven Lange, dem Leiter der Hückelhovener Feuerwehr, das neue Feuerwehrgerätehaus ein. Der Erweiterungsbau ist fertig gestellt, das alte Gebäude frisch renoviert – alles in Eigenleistung der Kameraden, die sich immer dienstags trafen, um bis spät in die Nacht zu arbeiten.

Bei der offiziellen Einweihung erinnerte Kauhl, der der Kleingladbacher Löschgruppe als Feuerwehrmann erhalten bleibt, an die rund eineinhalbjährige Bauzeit, in der die 30 Aktiven auf gesellige Stunden freiwillig verzichteten. Kameradschaft und Kontaktpflege, die eigentlich dienstags auf dem Programm standen, fielen den gemeinsamen Bauarbeiten zum Opfer. Auch an den Wochenenden sei oft gearbeitet worden – neben beruflichen, familiären oder privaten Verpflichtungen, betonte Michael Kauhl. „Viel Schriftverkehr, Verhandlungen, Ortstermine, Diskussionen und Planungen waren erforderlich.“ Das neue Gerätehaus bezeichnete er als „Investition in die Zukunft“. Es sei „das richtige Signal an unsere Löschgruppe, aber auch an den Ort Kleingladbach“.

Bereits vor mehr als zehn Jahren, im August 2009, merkten Stadtverwaltung und Feuerwehr, dass etwas getan werden musste. Als Träger des Feuerschutzes sei die Hückelhovener Verwaltung über den allgemein schlechten Zustand des in die Jahre gekommenen Gerätehauses aus dem Jahr 1971 informiert worden. Zahlreiche Mängel wurden damals mitgeteilt. Doch die städtischen Kassen waren leer.

Die Männer erklärten sich bereit zur Eigenleistung. Kauhl: „Unser Ziel war es stets, ein funktionales und zweckmäßiges, einfaches und dadurch auch kostengünstiges Gerätehaus zu planen.“ Auf dem Neujahrsempfang der Stadt 2014 sei das Vorhaben erstmals erwähnt und für das gleiche Jahr angekündigt worden. Doch aus verschiedenen Gründen sei es zu einer langen Verzögerung gekommen. „Unser Bauprojekt ist das Einzige, das aufeinander folgend bei sechs Neujahrsempfängen erwähnt wurde.“ Die Verzögerungen, die für Mehrfachbelastungen sowie einen Wegfall geeigneter Sanitäreinrichtungen gesorgt hätten, führten, so der bisherige Löschgruppenführer, zu Verärgerung: „Innerhalb der Löschgruppe mussten mehr als einmal die Wogen geglättet und die Gemüter beruhigt werden.“

Feuerwehrmänner, die bei der Stadtverwaltung Hückelhoven beschäftigt seien, hätte ihn vor schon zehn Jahren darauf hingewiesen, dass die Kleingladbacher Löschgruppe „viel zu klein untergebracht“ gewesen sei, so Bernd Jansen. Der Erste Bürger der Stadt folgte der Einladung, abends mal auf ein Bier vorbei zu kommen und sich bei der Gelegenheit die entwickelten Ideen vorstellen zu lassen. Den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr habe das Gerätehaus nicht mehr genügen können.