Hückelhoven: Einfach mal "Danke" sagen

Hückelhoven: Einfach mal "Danke" sagen

Im Religionsprojekt nahmen sich gut 190 Schülerinnen und Schüler der Peter-Jordan-Schule Hückelhoven Zeit, über eine kleine Geste nachzudenken.

Neugierig traten die Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe in die für sie fremden Klassen. Oberstufenschüler hatten sie zum gemeinsamen Klassenfrühstück eingeladen. Gastgeschenke, gebackene Muffins und Donuts, selbst gebackenes Brot, Brötchen und liebevoll zubereitete Süßigkeiten füllten die reichgedeckten Frühstückstafeln. "Danke für euer Kommen", begrüßte Neuntklässler Brandon die Gäste. Die jüngeren Schüler bedankten sich mit "Merci, gracias oder tesekkür" und selbst gebackenen Plätzchen.

"Wir sagen Danke"! Unter diesem Motto nahmen sich gut 190 Schülerinnen und Schüler der Peter-Jordan-Schule Hückelhoven Zeit, einer vermeintlich kleinen Geste besondere Beachtung zu schenken. Höhepunkte der Religionsprojektwoche waren eine von den Unter- und Mittelstufenklassen gestaltete Dankesfeier in der St. Barbarakirche sowie Abschlussfrühstücke aller Klassen.

Vier Tage lang waren alle Schülerinnen und Schüler von Klasse 1 bis 10 eingeladen, dem Thema "Danke" durch vielfältige Kunst-, Musik-, Theater- und Praxisangebote zu begegnen. Zur Eröffnung der Projektwoche hatten Lehrkräfte kleine Theaterszenen vorgespielt, in denen das Thema "Danke" eine zentrale Rolle spielte. Da waren sich die meisten einig: "Danke sagen, das machen wir alle doch jeden Tag", wie Muhammet betonte. Bewusst orientierte sich die Religionsprojektwoche wieder an der Lebenswirklichkeit der Schüler, um davon ausgehend den religiösen Aspekt erfahrbar gestalten zu können. Gleichzeitig war es Ziel, ein Thema zu finden, dass für alle Schüler unabhängig von Herkunft und Glaube von Bedeutung ist.

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Bei genauerem Hinsehen wurde den Schülern bewusst: Ein "Danke" kommt im Alltag oft zu kurz. Für Kleinigkeiten wie Mamas täglich geschmiertes Frühstücksbrot, Hausaufgabenhilfe am Nachmittag oder für Selbstverständliches in unserer Gesellschaft, wie ein Dach über dem Kopf und Gesundheit, für die wir dankbar sein dürfen. Manche Klassen gingen der Frage nach, ob und wie ich Gott danken kann. So machte sich die 7. Klasse auf Pilgertour zur Marienwallfahrtskapelle Birgelener Pützchen. Die Klasse 9 entdeckte Bitt- und Dankgebete im Internet und zündete für eigene Dankesbotschaften Kerzen in der Marienkapelle Kleingladbach an.

Andere Schüler setzten sich mit "Erntedank" auseinander. Gemeinsam wurde in den Unterstufen der Weg von Korn zum Brot nachgezeichnet, inklusive Brotbackstunde. Die Klasse 8 fuhr ins Freilichtmuseum nach Kommern, wo alle Schüler Äpfel ernteten und Apfelsaft zubereiten durften. Eine besonders nette Geste ging von Klasse 6 aus, die einen Vormittag im nahen Seniorenheim verbrachte. "Wir haben den Menschen einfach "Danke" dafür gesagt, dass sie da sind", berichtete Marvin freudig von seinem Besuch. Dass mit einem "Danke" auch oft ein "Bitte" einhergeht, brachte die Unterstufe mit einer Müllsammelaktion zum Ausdruck. Rund um das Schulgelände sammelten die Schüler säckeweise Müll und genossen ihre Rolle, auch etwas für Mitmenschen und Umwelt zu tun.

Am Abschlusstag präsentierten alle Schüler der Unter- und Mittelstufe ihre Projektergebnisse in einer Dankesfeier in der Barbarakirche. Lieder, Theateraufführungen, bemalte Plakate und gebastelte Windlichter mit "Danke"-Botschaften füllten den Rahmen der Feier. Persönliche Botschaften: "Danke, dass du mein Freund bist!" und "Danke, dass du immer mit mir spielst!". Den Höhepunkt bildeten alle Klassen, als sie das Wort "Danke" mit Früchten auslegten.

(RP)