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Ehemaliger Bürgermeister: Trauer um Leo Roemer in Hückelhoven

Ehemaliger Bürgermeister : Trauer um Leo Roemer in Hückelhoven

Der Alt-Bürgermeister ist am 21. Mai im Alter von 86 Jahren verstorben. Zwölf Jahre lang wirkte er als Oberhaupt der Stadt Hückelhoven. Die CDU würdigt sein Wirken.

In Leonhard Leo Roemer ist am vergangenen Freitag, 21. Mai, ein politisches Urgestein der Stadt Hückelhoven im Alter von 86 Jahren plötzlich gestorben. Von 1972 bis 1984 amtierte der CDU-Kommunalpolitiker als Bürgermeister seiner Geburtsstadt Hückelhoven. „Der plötzliche Tod von Leo Roemer hat in der CDU Bestürzung und Trauer ausgelöst. Auch in seinem hohen Alter war er bei allen Veranstaltungen der CDU in Hückelhoven präsent, er beteiligte sich sehr rege an den Diskussionen über alle Themen. Seiner Familie gehört unsere Anteilnahme“, würdigte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thomas Schnelle die politische Person des am Hückelhovener Markt aufgewachsenen Leo Roemer.

Insgesamt gehörte Roemer dem Stadtrat 33 Jahre seit 1961 an. Darüber hinaus war er für seine Partei als Hückelhovener Vertreter viele Jahre Mitglied des Kreistags und übernahm Aufgaben in der Hückelhovener CDU. 1959 war Leo Roemer als 25-Jähriger der CDU beigetreten, die ihn 2020 für 60-jährige Mitgliedschaft auszeichnen wollte, die Ehrung fiel allerdings den Corona-Maßnahmen zum Opfer.

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Der Familienmensch und Witwer hatte mit seiner Frau Hedi vier Kinder und mehrere Enkel.

„Kulla“, wie ihn seit undenklichen Zeiten die Zeitgenossen nannten, gründete 1966 den Kreisverband Erkelenz der Jungen Union, den er bis 1969 als Vorsitzender leitete.

Die herausragende Aufgabe der Lokalpolitik der 1960er Jahre bildete die Kommunale Neugliederung, mit der 1972 die Kreise Erkelenz und Geilenkirchen sowie zahlreiche Gemeinden, Orte und Städte zusammengelegt wurden. Als Ratsmitglied wirkte er an entscheidender Stelle bei der Bildung der neuen Stadt Hückelhoven mit.

1972 wurde er dann (ehrenamtlicher) Bürgermeister seiner Heimatstadt, dem die Aufgabe zufiel, den Zusammenhalt der Ortsteile mit dem Zentrum zu organisieren, wie Thomas Schnelle betont. Mit ungeheurem Einsatz und Präsenz in den neuen Stadtteilen wirkte Kulla Roemer entscheidend daran mit, dass alle Ortsteile zur Stadt Hückelhoven zusammenwuchsen. Nach dem aktuellen Bürgermeister Bernd Jansen war Leo Roemer der am längsten amtierende Erste Bürger der Stadt, 1984 wählte eine neue Ratsmehrheit Paul Ginnuttis (SPD) zu seinem Nachfolger.

Roemer, der als kaufmännischer Angestellter bei Glanzstoff in Oberbruch arbeitete, sah seine Aufgabe im Stadtrat und dessen Ausschüssen in der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung Hückelhovens. Bevor er 1994 aus dem Rat ausschied, wirkte er noch an der Neuorientierung der Kommune nach der Zechenschließung mit, die große Aufgabe der Jahrhundertwende.

Darüber hinaus lag ihm der europäische Gedanke am Herzen, die Städtepartnerschaft mit dem englischen Hartlepool und dem französischen Breteuil förderte er als Mitglied und zeitweiliger Vorsitzender des Ausschusses des Stadtrats.

Die Beisetzung des Bundesverdienstkreuz- und Ehrenringträgers der Stadt Hückelhoven erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.