Durch Bericht in RP online haben sich Else Rappenberg Editha Schramm mit 100 Jahren gefunden.

Evangelisches Altenheim Hückelhoven : Zwei Hundertjährige haben sich dank Internet wiedergefunden

Zwei Schulfreundinnen von der Mädchenschule St. Canisius Erkelenz, von denen eine jetzt in Hamburg lebt, haben im hohen Alter Kontakt aufgenommen.

Leibhaftig wiedersehen können sie sich wegen der Beschwernisse des hohen Alters wohl nicht. Aber sie haben sich sehr gefreut, voneinander zu hören: Else Rappenberg (sie wird am 17. September hundert) und ihre frühere Schulkameradin Editha Schramm.

Editha war es, die wissen wollte, was aus dem „Mädchen mit den langen Zöpfen“ geworden ist. Beide drückten die gleiche Schulbank in der Mädchenschule St. Canisius in Erkelenz und hielten dort die Nonnen auf Trab. Nach der Mittleren Reife 1935 trennten sich die Wege. Was war das für eine Überraschung, als Editha aus Hamburg, die im März 100 Jahre alt geworden ist, sich bei Else im Evangelischen Altenzentrum Melanchthonstraße meldete. Es wurde sofort telefoniert und sogar gemailt. „Wir freuen uns mit den beiden, dass sie sich nach so vielen Jahren wiedergefunden haben“, versicherte Ute Ossa-Kühnel vom Sozialen Dienst in Hückelhoven.

Else Rappenberg wird am 17. September 100 Jahre alt. Sie lebt im evangelischen Altenheim in Hückelhoven. Foto: Jürgen Laaser/Laaser, Jürgen (jl)

Durch Zufall hatte der Geschäftsführer der Hotel- und Appartement­residenz New Living Home in Hamburg im Internet einen Bericht über die Höhere Mädchenschule St. Canisius gelesen, in welchem Else Rappenberg aus alten Schulzeiten in Erkelenz berichtete. In diesem Bericht war von weiteren Schülerinnen, unter anderem von Editha Rumpf, die Rede. Heute heißt sie Schramm, hat im März diesen Jahres ihren 100. Geburtstag gefeiert und lebt im Pflegehaus der Hamburger Einrichtung. Der Geschäftsführer schrieb an Markus Lowis, Geschäftsführer des Hückelhovener Altenzentrums: Er habe Editha Schramm den Bericht vorgelesen, und sie habe sich sehr gut an die genannten Schülerinnen sowie die unterrichtenden Nonnen erinnern können.

Der Bericht ließ sie in Erinnerungen schwelgen, und sie habe sehr gerne auf die gemeinsame Zeit zurück geschaut. Sie dankte Frau Rappenberg für die Mitwirkung an einem Stück Zeitgeschichte, das nun unvergessen im Netz zu finden ist – mit den herzlichsten Grüßen aus dem Norden. Die Nachrichten ließ Lowis über den Sozialen Dienst an Else Rappenberg überbringen, und die hat sich sehr gefreut. Über Skype mit Bild telefonieren konnten die beiden nicht, Editha Schramm ist fast blind und bettlägerig. Doch in Kontakt bleiben wollen die beiden auf jeden Fall.

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