Hückelhoven: Die GdG Hückelhoven im Umbruch

Hückelhoven : Die GdG Hückelhoven im Umbruch

Gemeindereferent Achim Kück ist versetzt, Ute Errens muss zu einem späteren Zeitpunkt gehen. Pfarrer Kallupilankal wird am 17. Januar verabschiedet. Am 15. Februar kommt Pater Christian Okwuru. Wie werden Aufgaben neu verteilt?

Die Nachricht traf Hückelhovener Katholiken wie ein Paukenschlag: Zwei Pfarrer und zwei bewährte Hauptamtliche verlassen die GdG. Über Gründe wird gerätselt, bei der Bistums-Pressestelle in Aachen sind keine zu erfahren. Hingegen teilt ein Sprecher des Bistums mit, dass ab 15. Februar der aus Nigeria stammende Pater Christian Okwuru als Pfarrvikar mit einer 100-Prozent-Stelle eingesetzt sei.

"Hinsichtlich der Gemeindereferenten werden noch Gespräche geführt mit Pfarreigremien und den Beteiligten", gab Bistums-Sprecher Josef Heinrichs kurz vor Weihnachten bekannt. "Der Vorgang ist nicht abgeschlossen", betonte er. Anfang November hatte ein Gespräch zwischen Pastoralreferent Bernd Dickmeis (Generalvikariat) und kirchlichen Gremien - GdG-Rat, Kirchengemeindeverband und Pastoralteam - stattgefunden. Da wurde zunächst der Weggang der Pfarrer bekanntgegeben: Regionaldekan Gottfried Maria Graaf (verabschiedet Ende November) hatte aus gesundheitlichen Gründen den Bischof um Entpflichtung gebeten, mit der gleichen Begründung suchte Jose Kallupilankal um Versetzung nach. "Wie geht es weiter?", hatten Mitglieder der Gremien gefragt und erhielten das Versprechen aus Aachen, man wolle sich um gute Weiterführung der GdG bemühen.

St. Lambertus und Barbara Hückelhoven und die übrigen acht Pfarreien in der GdG haben schon etliche personelle Wechsel erlebt. In gut zehn Jahren verließen fünf Pfarrer die GdG, Ruheständler nicht eingerechnet. Foto: JÜRGEN LAASER (ARCHIV)

Der ebenfalls mit dem heutigen Tag entpflichtete Pfarrer Jose Kallupilankal verabschiedete sich mit Dankesworten an Wegbegleiter im aktuellen Januar-Pfarrbrief von der GdG. "In diesen Tagen kommen noch weitere schwere Veränderungen auf unsere Gemeinschaft der Gemeinden zu", teilte er mit. "Zeitgleich zu meiner Entpflichtung beabsichtigt das Bischöfliche Generalvikariat zwei Versetzungen in unserem Pastoralteam." Zum 31. Dezember ist Gemeindereferent Achim Kück versetzt, seit 2001 in der GdG. "Auch Gemeindereferentin Ute Errens wird versetzt - das Datum ist noch nicht bekannt", heißt es im Pfarrbrief weiter. Errens arbeitet ununterbrochen seit 1997 in Hückelhoven. Beide werden, so der Pfarrer, "neue seelsorgerische Tätigkeiten im Bistum wahrnehmen. Sie hinterlassen eine große Lücke".

Unter dem Titel "Vakanz in der Leitung der Jugendkirche" veröffentlichte die Homepage der Factory Church am 20. Dezember die Nachricht, dass Achim Kück vom Bischof entpflichtet ist: "Damit endet unter anderem sein Engagement in und für die Jugendkirche." Eine Nachfolge habe das Generalvikariat in Aussicht gestellt. Zunächst werde Benedikt Patzelt vom Büro der Regionaldekane das Team betreuen, unterstützt von Sandra Geiser, einer Honorarkraft mit 5,5 Stunden pro Woche.

Ute Errens hatte sich unter anderem sehr engagiert für Trauerpastoral eingesetzt mit dem Trauercafé, einem Gesprächskreis für trauernde Frauen. Der trifft sich ab 6. Januar immer dienstags um 19.15 Uhr im Raum der Stille im Pfarrzentrum Burg an der Dinstühlerstraße. Auch die Zukunft dieses Netzwerkes, in dem Sonntagsausflüge unternommen werden sollten, ist ungewiss: "Durch meine Versetzung aus unseren Gemeinden können weitere Planungen noch nicht mitgeteilt werden", schrieb Ute Errens im neuen Pfarrbrief.

Jose Kallupilankal hat von 27 Jahren als Priester mehr als 15 Jahre in Hückelhoven verbracht. Seine Aufgaben wuchsen stetig: Am 25. Mai 1999 kam er nach Brachelen, wurde in St. Gereon und in Herz Jesu Rurich eingeführt. Ein halbes Jahr später "Zuwachs" - St. Leonhard Hilfarth. 2008 kam St. Brigida Baal hinzu, im September 2013 St. Dionysius Doveren und die Aufgabe als Leiter der GdG Hückelhoven mit neun Pfarrgemeinden. "Jetzt ist die Zeit gekommen, die Haltestelle Hückelhoven zu verlassen", schrieb er im Pfarrbrief. Auf ärztlichen Rat werde er eine Kur antreten, so wohne er noch einige Monate in Brachelen.

(RP)