Hückelhoven: Dank für insgesamt 2385 Jubeljahre an viele geehrte Sangesfreunde

Hückelhoven: Dank für insgesamt 2385 Jubeljahre an viele geehrte Sangesfreunde

Rund 50 Ehrenurkunden und Auszeichnungen übergab der Sängerkreis Heinsberg gestern bei seiner Jahresveranstaltung in Hilfarth.

Eingangs der Veranstaltung wurde unter den rund 200 Anwesenden gerätselt, wie viele Jubeljahre beim Sängerkreis Heinsberg denn zusammenkämen, Hunderte, Tausende? Es waren 2385 Jahre, für die Chören, Sängern und Vorstandsmitgliedern im Hilfarther Saal Sodekamp gedankt wurde.

Darunter der gastgebende Männergesangverein "Eintracht" Hilfarth, der auf 125 Jahre zurückblicken kann, seit einigen Jahren gemeinsam mit dem MGV Borussia Baal, der bereits 147 Jahre besteht. Das Ehrenzeichen in Gold erhielt Gerhard Brunen von den "Rather Dorfspatzen" (Rath-Anhoven) für 70 Jahre Sangeszeit.

Erstmals seit 19 Jahren konnte nicht der Vorsitzende des Sängerkreises, Michael Gornig, die Chorgemeinde begrüßen, sondern sein Stellvertreter Detlef Albrecht aus Hilfarth, der den durch eine Grippe-Erkrankung verhinderten Vorsitzenden entschuldigen musste. Albrecht würdigte die Jubilare als die Basis des Chorgesangs und die Zukunft und schloss ironisch mit den Worten des "amerikanischen Philosophen" Trump: "Make singing great again!"

Schirmherr Bernd Jansen, Hückelhovens Bürgermeister, verwies auf den vorangegangenen Tagesordnungspunkt, das Lied "Sophia-Jacoba" des MGV Hilfarth/Baal, um sagen zu können, dass man als Erster Bürger der Stadt Hückelhoven nicht schöner angekündigt werden könne. Er freute sich, das zweite Jahr hintereinander (nach Baal) die Zentrale Jubilarfeier als Schirmherr begleiten zu dürfen und reflektierte über die positive Geschichte und Wirkung des Gesangs und endete mit einem Philosophenwort: "Ein schöner Klang ist schöner als langes Gerede. Darum schließe ich hier." Und überreichte dann eine "Geld-Note" an den Sängerkreis. Optimistisch dank vielfältiger neuer Möglichkeiten und der Freude junger Leute am modernen Chorgesang zeigte sich Christoph Krekeler als Vizepräsident des Chor-Verbands NRW. Junge Leute seien stark in Beruf und Familie involviert, sängen sehr gern, seien aber nicht so intensiv für die Vorstandsarbeit zu gewinnen, da gelte es, Engagement für "eine Selbstorganisation als Gruppe" zu entwickeln. NRW sei mit 3000 Chören auch in dieser Hinsicht ein starkes Land.

Die musikalische Gestaltung der Feier hatte der MGV Hilfarth-Baal, sogar mit einem englischen Stück, übernommen, bot genau 20 Jahre nach der Schließung der Zeche Sophia-Jacoba die berührende eigene Hymne auf das Bergwerk.

Zweiter Akteur der Veranstaltung war der ebenfalls in Hückelhoven beheimatete gemischte Chor Altodijo, der mit flotten Stücken den Saal in Bewegung setzte. Dazwischen die gut 50 Ehrungen mit zahlreichen Ausgezeichneten auch aus Hückelhoven, Erkelenz, Wassenberg und Wegberg.

(isp)