Hückelhoven: Bürgerverein unterstützt den Kinderhospizdienst

Hückelhoven : Bürgerverein unterstützt den Kinderhospizdienst

Zum Empfang im Bürgerhaus hatte der Bürgerverein Rurich 1958 eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Übergabe des symbolischen Spendenschecks über 1400 Euro an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Region Aachen.

Dieser ist auch für die Region Heinsberg erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, Familien gesamtheitlich zu informieren und bei Bedarf zu unterstützen, wenn diese ein Kind oder gar mehrere Kinder mit lebensverkürzender Erkrankung haben. Er finanziert sich zu 75 Prozent aus Spenden.

Die Ehrenamtlichen leisten in den Familien eine Lebensbegleitung, auch über den Tod hinaus. "Wir betreuen nicht, sondern begleiten, wir helfen nicht, sondern unterstützen. Wir ehrenamtlichen Mitarbeiter engagieren uns mit dem, was heute am kostbarsten ist, mit unserer Zeit, etwa fünf Stunden pro Woche je Ehrenamtler", erklärte Thomas Foossen (46), ein Familienvater aus Hückelhoven, der sich ehrenamtlich für den Kinder- und Jugendhospizdienst engagiert.

Nach zwei Jahren Pause fand wieder der sehr beliebte Basar im Bürgerhaus Rurich statt. Nicht nur durch den Verkauf der gespendeten Kuchen und Torten oder des Kaffees, auch den Verkauf der tollen Waren der Hobbyaussteller war eine beachtliche Summe zusammengekommen. Zudem war die Tombola magischer Anziehungspunkt des Tages. So konnte ein Reinerlös von über 1300 Euro erwirtschaftet werden, den der Vorstand auf 1400 Euro aufrundete. Erstmals wurde der Ambulante Kinder-und Jugendhospizdienst der Region Aachen bedacht. "Der Verein begleitet mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien, das heißt das erkrankte Kind, den erkrankten Jugendlichen, die Eltern und Geschwister.

Und das sowohl im Leben und Sterben als auch über den Tod der Kinder und Jugendlichen hinaus", so Thomas Foossen, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Hospizdienstes, der sich auch in der Öffentlichkeitsarbeit engagiert. "Die ehrenamtlichen Begleiter orientieren sich an den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen der erkrankten Kinder und Jugendlichen, der Geschwister und der Eltern. Das Handeln erfolgt dann in enger Absprache mit den Eltern, die als Fachleute für die Belange ihrer Kinder angesehen und respektiert werden." Eine Spende wie die des Bürgervereins sei eine große Unterstützung für den Hospizdienst. Damit werden Veranstaltungen und Aktionen organisiert, wodurch positive Erlebnisse geschenkt und die Familien zumindest kurzzeitig entlastet werden. Es sei ein tolles Gefühl, wenn die Arbeit des Dienstes durch eine solche Form zusätzlich gewürdigt wird, sagte Foossen mit Dank.

(RP)
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