Breitband und Tablet PC für Schulen in Hückelhoven

Schulausstattung in Hückelhoven: Schnelleres Internet, mehr Medien an Schulen

Mit Geld aus dem Programm „Gute Schule 2020“ will die Stadt Hückelhoven Internetverbindungen der Schulen verbessern. Die Leistung steigt ab Herbst 2018. Zudem soll in Medienausstattung und Digitalisierung an Schulen investiert werden.

Seit 2017 erhält die Stadt Hückelhoven aus dem NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“ pro Jahr einen Kredit von gut einer Million Euro. Zinsen und Tilgung zahlt jährlich das Land an die NRWBank, so bleibt das Geld im städtischen Haushalt. Und der Rat hat ein Konzept beschlossen, wie es verwendet wird. Ergänzend zu diesem Verwendungskonzept sollen die Kommunen die Möglichkeiten leistungsfähiger Breitbandanschlüsse ihrer Schulen prüfen. Das Ergebnis der Untersuchung teilte die Verwaltung jetzt dem Schulausschuss mit. Ab Herbst sollen Internetverbindungen schneller werden. Zusätzliches Geld wird für mediale Ausstattung an Grundschulen in den Haushalt 2019 eingestellt.

Wie schnell die Schulen im Netz sind, ist im Stadtgebiet unterschiedlich. Die Internetverbindungen reichen von sehr leistungsfähigen Glasfaserverbindungen mit Übertragungsraten von mehr als 80 Mbit/s wie in den Grundschulen von Brachelen, Hilfarth und Schaufenberg (da besteht kein Handlungsbedarf) über durchschnittlich schnelle ADSL-Kupferverbindungen wie an Ratheimer Grundschulen, im Schulzentrum Ratheim und Gymnasium Hückelhoven bis hin zu „lahmen“ Verbindungen der Telekom mit nur 6 Mbit/s in den Grundschulen Doveren und Kleingladbach sowie im Schulzentrum In der Schlee.

Nach Rücksprache mit der Deutschen Glasfaser könnten an den Grundschulen in Baal, Ratheim sowie an der Gesamt- und Realschule Ratheim Anschlüsse bis zu 200 Mbit/s verlegt werden, verbunden allerdings mit Leitungsbau. In Hückelhoven Stadt gibt es die Möglichkeit nicht, da dort die Anschlussquote (40 Prozent) noch nicht erreicht ist, ebenso nicht in Doveren. Für die Grundschule Kleingladbach prüft die Glasfaser noch Möglichkeiten.

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Kurzfristig und ohne Baumaßnahmen umsetzbar sind bessere Internetverbindungen durch die Telekom, das ergaben Gespräche mit der Verwaltung. Im gesamten Stadtgebiet hat die Telekom die Leitungen überarbeitet, so dass voraussichtlich ab Herbst schnellere Verbindungen zur Verfügung stehen. So steigt an der Haupt- und Förderschule sowie der Michael-Ende-Schule Ratheim künftig die Geschwindigkeit bis zu 50 Mbit/s, an den Grundschulen Baal, Doveren, Kleingladbach, Hückelhoven, Ratheim Im Weidengrund sowie Gymnasium und Schulzentrum Ratheim könnten bis zu 100 Mbit/s möglich sein.

Gute Nachrichten enthielt auch der Bericht zur Medienausstattung der Schulen. Die weiterführenden Schulen sind technisch schon auf einem hohen Niveau. Im Gymnasium steht eine umfangreiche EDV-Verkabelung an, um weitere Räume für moderne Systeme zu rüsten. Die Gesamtschule, wo der Computerraum komplett neu bestückt wurde, erhält vier weitere Displays. Haupt- und Förderschule haben ebenfalls voll ausgestattete Computerräume.

Unterschiedlich gut ausgestattet sind die Grundschulen, abhängig von deren finanziellen Möglichkeiten. Im Frühjahr hat die Stadt alle Schulleiter aufgefordert, mit den Medienberatern des Kreises Heinsberg ein Medienkonzept abzustimmen, und einige Grundschulen haben schon einen Plan eingereicht. Jetzt wird aufgerüstet: Die Grundschule Hilfarth erhielt in diesem Jahr 13 neue Laptops, einen neuen Server und fünf WLAN-Acess Points. In Brachelen soll das Medienkonzept in den nächsten beiden Jahren umgesetzt werden. Für Baal sollen ab Herbst ein teurer neuer Server und zehn neue Laptops sowie zwei Smartboards gekauft werden. Bald will auch die Grundschule Ratheim Weidengrund mit Tablets im Unterricht arbeiten. Ein neuer Server und Kauf von 16 Tablet-PC steht in der Michael-Ende-Schule an. Weil noch weitere Schulen gern mit Tablets im Unterricht arbeiten würden, hat die Stadt zur Erprobung einen Tablet-Koffer mit 16 Tablets gekauft. Der wird rundum an Schulen jetzt ausprobiert.

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