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Hückelhoven: Bezahlbarer Wohnraum ist nötig

Hückelhoven : Bezahlbarer Wohnraum ist nötig

Hückelhoven fährt seit 20 Jahren gut mit "Kombi-Modell": Haus für Flüchtlinge, später Sozialwohnungen. "Mehr davon", plädiert Heinz-Josef Schmitz.

Der Vorschlag der IG Bau, Wohnungen zu bauen, die erst als Flüchtlingsunterkünfte, später Sozialwohnungen genutzt werden können (die RP berichtete), hat Hückelhovens Sozialamtsleiter Heinz-Josef Schmitz an eine bewährte Praxis erinnert. Den Vorschlag findet er gut und perspektivisch gesehen folgerichtig.

"Die Stadt Hückelhoven hat in den 1990er Jahren bei der großen Welle der Aussiedlerzuweisungen aus osteuropäischen Staaten mit der Schaffung von 40 Wohneinheiten im ,Zweistufenmodell' in Ratheim und Kleingladbach diesen Weg beschritten und bis heute Erfolg damit gehabt - immerhin über 20 Jahre", stellte Schmitz in einer Stellungnahme heraus. "Denn diese Wohneinheiten werden heute zum Teil nach Umwidmung als ganz normale Sozialwohnungen mit Wohnberechtigungsschein genutzt. Es gibt wegen des hohen Bedarfs keinen Leerstand, zum anderen werden heute zwölf Wohneinheiten in Kleingladbach weiter zur Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in Anspruch genommen." Dieser Wohnraum stelle immer ein Stück Lebensqualität und Geborgenheit für viele Familien in einem intakten Wohnumfeld sicher.

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Schmitz merkte an, "dass wir unabhängig von der Flüchtlingssituation einen solchen bezahlbaren Wohnraum für viele Menschen nicht nur in Hückelhoven, sondern auch in der Region dringend brauchen". Stichworte wie bezahlbarer Wohnraum, wachsende Altersarmut und Armut allgemein sollten die Politik bewegen, im Wohnungsbau nicht nur teuren, luxuriösen und frei finanzierten Wohnraum zu schaffen. "Es gilt an viele Menschen zu denken, die auf Dauer nur bezahlbaren Wohnraum auch bezahlen können. Die Schaffung von Wohnraum für eine große Zahl von Flüchtlingsfamilien, die in unserem Land eine neue Bleibe, Heimat und Perspektive suchen, ist eine zusätzliche, unabdingbare Notwendigkeit." Durch diese Umstände bedingt, werde dies auch die Wohnungswirtschaft allgemein beleben. Schmitz appelliert: "Die gesamte Politik ist gefordert, hier zum Wohl aller Menschen in der Gesellschaft anders nachzudenken und neue mutige Entscheidungen zu treffen.

(gala)