Bald leuchtet der Tannenbaum auf saniertem Schachtgerüst 3

Helferabend des Fördervereins Schacht 3 : Gläserner Schacht für gute Nachbarn

Im Barbarastollen glänzten die Gläsernen Schächte als Ehrengaben – auf dem „richtigen“ Schacht 3 wird noch vor Weihnachten ein „Tannenbaum“ leuchten, die laufenden Sanierungsarbeiten sind bis dahin so weit gediehen.

Beide Ereignisse waren Gegenstände des alljährlichen Helferabends des Fördervereins für den Schacht 3 in Hückelhoven, zu dem Vorsitzender Detlef Stab rund 80 Gäste begrüßen konnte.

Die „Gläsernen Schächte“ in handlicher Form gingen an Nachbarn des Industriedenkmals auf dem Gelände der ehemaligen Steinkohlenzeche Sophia-Jacoba, für den dem Schacht seit langem verbundenen Media-Markt nahm ihn der neue Geschäftsführer Thomas Goeres, für den benachbarten Decathlon-Sportmarkt Sicherheitsbeauftragter Frank Klein entgegen. Sie waren der Dank, so Detlef Stab, vor allem für die Zurverfügungstellung der Parkplätze an den Trödelmärkten mit ihren Tausenden von Besuchern, zur Erinnerung gab es dazu eine Urkunde.

Gespannt sind die Aktiven des Schachtvereins immer dann, wenn Horst Heinrich von der NRW-Industriedenkmalstiftung Gast in Hückelhoven ist, seit einem Jahr auch Dietmar Schlenger vom Architekturcontor Essen, das die Sanierungsarbeiten an dem stählernen Schachtgerüst leitet, die Mitte 2020 abgeschlossen sein werden. Deren Fortschritt ist abzusehen, denn das Baugerüst, welches das Denkmal einhüllt, verliert immer mehr an Höhe. „Et läuft“, sagte Schlenger, im Sommer könne der Förderverein seine produktive Arbeit ungehindert fortsetzen nach dem Motto „Weiter so“.

Horst Heinrich erinnerte daran, dass Industriedenkmalpflege „langen Atem“ benötige, er sei erstmals kurz nach der Schließung von Sophia-Jacoba, im Oktober 1997, am Schacht gewesen – nun stehe die Sanierung für drei Millionen Euro kurz vor dem Abschluss.

„Der Steinkohlenbergbau gehörte zu Hückelhoven wie Schlägel und Eisen zum Bergmann. Der Bergbau hat hier Geschichte, Tradition, Wirtschaft, Politik, Menschen und Brauchtum geprägt, er ist das uralte Fundament eines der kulturellen Reichtümer unserer Stadt Hückelhoven!“ Detlef Stab machte eindringlich die Bedeutung des Bergbaus für die Region deutlich, dessen Ende sich die Menschen auf ihre Stärke hätte besinnen lassen, Neues zu schaffen und nicht auf dem Erreichten auszuruhen. Hückelhoven sei zu einer guten Heimat geworden für alle, die hier leben, und zu einem Anziehungspunkt für viele Menschen von nah und fern geworden.

„Zusammenkommen ist ein Beginn. Zusammenbleiben ist ein Fortschritt. Zusammenarbeiten ist ein Erfolg!“, sagte Detlef Stab abschließend.