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Auftritt der Hückelhovener Regiofolk-Gruppe "Rumtreiber" bei Sodekamp-Dohmen

Auftritt der Hückelhovener Regiofolk-Gruppe : Die „Rumtreiber“ melden sich zurück

Nach der coronabedingten Zwangspause kann die beliebte Hückelhovener Regiofolk-Gruppe jetzt wieder auftreten. Am Samstag, 20. Juni, gastiert die Band im Haus Sodekamp-Dohmen, Karten sind noch zu bekommen.

Als Corona kam, waren sie gerade so richtig durchgestartet. Der Auftritt vor 30.000 begeisterten Karnevalsjecken beim Sessionsstart auf dem Kölner Heumarkt lag hinter ihnen. Sie sorgten auch für ausgelassene Stimmung beim traditionellen Fischessen der berühmten Willi-Ostermann-Gesellschaft in der Domstadt. „Das war Aschermittwoch. Und dann war für uns erst mal für lange Zeit Schluss“, erinnert sich Timo Hamacher.

Der Hückelhovener Physiotherapeut, der seine eigene Praxis in der Haagstraße betreibt, ist Gründer und Sänger der beliebten Band „Rumtreiber“, die sich vor allem in der Karnevalshochburg Köln einen Namen gemacht hat und in der fünften Jahreszeit regelmäßig im Fernsehen zu sehen ist. Aber auch im Kreis Heinsberg sind die „Rumtreiber“ sehr gefragt. Sodekamp-Chef Frank Dohmen hatte die fünfköpfige Regiofolk-Gruppe für das Höhenfeuerwerk-Spektakel „Rur in Flammen“, das im Juli stattfinden sollte, gebucht. Bei Hamacher hagelte es dann Absagen und Stornierungen. Auch „Rur in Flammen“ wurde inzwischen zum Corona-Opfer. Plötzlich stand die Band ohne Auftritte da – das Schlimmste, was Vollblutmusikern überhaupt passieren kann.

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Genau 107 Tage lang machte die anhaltende Pandemie der erfolgreichen Formation gehörig einen Strich durch die Rechnung. „Wir können seitdem nicht mal mehr proben, weil unser Probenraum einfach zu klein ist, um den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter einzuhalten“, sagt Timo Hamacher enttäuscht. Der 39-Jährige und seine Bandkollegen versuchten, mit Hilfe einer App zu proben, indem man sich verabredet und jeder allein zu Hause musiziert – ohne Erfolg. „Das klappte einfach nicht.“ Die lange Zwangspause nutzte der Physiotherapeut, der aus der Eifel stammt, um neue Songs zu schreiben, ehe vor ein paar Tagen endlich wieder ein Live-Auftritt auf der Burg Baesweiler anstand.

In kleinen Schritten erobern die „Rumtreiber“ jetzt ihre Bühnenpräsenz zurück. Als Ausgleich für „Rur in Flammen“ bot Sodekamp-Chef Frank Dohmen der Truppe an, am Samstag, 20. Juni, ab 19 Uhr bei der neuen Veranstaltungsreihe „Biergarten-Kultursommer“ aufzutreten (Einlass ab 17 Uhr). Auf dem Parkplatz an der Rurbrücke werden Hamacher und seine Band ihren neuen Sessionstitel „In der Naach“ („In der Nacht“) zum ersten Mal in der Region präsentieren. „Wir freuen uns schon sehr darauf.“

Das Hückelhovener Ordnungsamt, mit dem Dohmen eine ausgezeichnete Zusammenarbeit pflege, hat ihm mitgeteilt, dass statt 100 nun 200 Besucher kommen dürfen. Eintrittskarten zum Preis von acht Euro sind noch zu haben: im Haus Sodekamp-Dohmen in Hilfarth oder mit telefonischer Vorbestellung unter 02433 42026. „Gott sei Dank haben wir alle unsere Jobs. Sonst sähe es düster aus“, gesteht Hamacher. Seine Bandkollegen arbeiten als Grafiker, Schriftsetzer oder Großhandelskaufmann. Wie die bevorstehende fünfte Jahreszeit gestaltet wird, ist für die Rumtreiber noch völlig offen. Für die nächste Sessionseröffnung auf dem bekannten Kölner Heumarkt sind sie konkret im Gespräch. Wie viele mitfeiern dürfen, ist noch ungewiss. „Geplant war, dass auch die Pflegekräfte aus der Corona-Zeit eingeladen werden“, so Hamacher.

Eine alternative Planung gebe es bei den Karnevalisten auch schon. Am Willi-Ostermann-Brunnen in der Innenstadt könne ebenfalls gefeiert werden, allerdings deutlich kleiner. Die „Rumtreiber“ sind in jedem Fall dabei. Dirk Jöris (Mandoline, Gitarre), Heiko Mürkens am Akkordeon, Bassist Jens Offergeld, Markus Paffen (Schlagzeug, Gesang) und Sänger Timo Hamacher hoffen, am Samstag ihr Hilfarther Publikum gut zu unterhalten.

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