Arndt Holten ist neuer Sitzungspräsident der Hilfarther Trötemänn

Offiziell vereidigt in Hilfarth : Das Hilfarth-Gefühl verstärken

Arndt Holten wurde jetzt als neuer Sitzungspräsident der Trötemänn offiziell vereidigt.

Er hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Um zwei, drei Monate Bedenkzeit gebeten, als das Angebot kam. Seinen Bruder Klaus zu Rate gezogen. Als der sagte: „Mach‘ es“, stand für Arndt Holten (44) die Entscheidung fest: neuer Sitzungspräsident der Hilfarther Trötemänn zu werden. Eigene Auftritte müssen nun zurückstehen. Mit seinem Bruder Klaus steht er auf der Kappensitzung trotzdem noch als Gesangsduo „Arndt & Klaus“ auf der Bühne.

Herr Holten, vor wenigen Tagen wurden Sie offiziell vereidigt.

Holten Ja, bei Sodekamp in der Kneipe. Meine beiden Vorgänger Manfred Holten und Hermann-Josef Knur haben mir viel Glück gewünscht. Hermann-Josef Knur hat gesagt, dass es sich um eines der schönsten und emotionalsten Ämter handelt. Es bedeutet mir sehr viel, weil es immer mein Traum war. Ich bin der siebte Sitzungspräsident in der 71-jährigen Geschichte der Trötemänn. Man bleibt also sehr lange im Amt.

Sie sind selbst bei den Kappensitzungen an der Rurbrücke immer aufgetreten. Das schaffen Sie jetzt wohl nicht mehr?

Holten Mit meinem Bruder Klaus wird es auf der Kappensitzung noch einen Auftritt als Gesangsduo geben. Mehr schaffe ich nicht mehr. Immerhin führe ich rund fünf Stunden nonstop durch unser Programm mit ausschließlich eigenen Kräften. Aber wenn wir nicht selber in Hil­farth Sitzung haben, bin ich mit ihm in der fünften Jahreszeit zu Auftritten unterwegs. Vor allem im Selfkant sind wir in der kommenden Session sehr gefragt. Und als St. Martin und als Nikolaus mache ich auch weiter.

Werden Sie etwas verändern am Konzept?

Holten Ich habe nicht vor, den Karneval neu zu erfinden. Mir geht es darum, das „Hilfarth-Gefühl“ noch mehr zu verstärken. Manfred Holten und Hermann-Josef Knur werden mir Tipps geben. Dafür bin ich sehr dankbar. Das Programm mit eigenen Kräften wird von einem Gremium koordiniert, dem neben mir Markus und Silke Sodekamp, Oliver Lengersdorf, Lina Selgers und Jule Breuer angehören. Das hat den Vorteil, dass wir alles genau abstimmen können. Bei uns hört das Publikum nicht mehrfach an einem Abend das gleiche Lied oder den gleichen Witz.

Sie waren schon als kleiner Junge im Hilfarther Karneval aktiv.

Holten Und im Instrumentalverein, dessen Ableger die Trötemänn sind. Die Trötemänn sind ja keine KG. Mein Vater hat mich kurz nach meiner Geburt im Instrumentalverein angemeldet. Auf der Kindersitzung bin ich im Alter von sieben Jahren das erste Mal aufgetreten. Ich spielte Trommel in der Band „De Jonges von de Bank“. Das waren neun Erwachsene. Und ich. Als ich 16 war, 1991, stand ich mit Hans-Gerd Strömer als Duo „Trötemann und Trötemännchen“ auf der Bühne. Ich war das Trötemännchen.

Erfahrung haben Sie reichlich. Werden Sie trotzdem aufgeregt sein?

Holten Auf jeden Fall. Ich tippel dann immer vorher durch die Gegend bei Sodekamp. Ich freue mich, noch jemanden aus der Familie an meiner Seite zu haben. Meinen Stiefvater Hans Kaleschke. Mein Vater ist leider schon lange tot. Mein Stiefvater ist mit 84 ältestes Elferratsmitglied. Eigentlich ist er gar nicht mehr aktiv. Aber für mich wird er nochmal auf die Bühne kommen.