6. Entenrennen der Hilfarther St.-Marien-Schützen auf der Rur 2019

In Hilfarth auf der Rur : Auf die Plätze, fertig, Ente los!

Rund 2000 Plastikenten sorgten auf der Rur für eine Menge Spaß: Beim 6. Entenrennen der Hilfarther St.-Marien-Schützenbruderschaft konnten Zuschauer auf eine Ente setzen. An der Rurbrücke wurden die Sieger gefeiert.

Für Besucher dürfte es ein seltsamer Anblick gewesen sein: Hinter der Hilfarther Wehr steht ein Bagger an der Rur, in seiner Schaufel liegen genau 1000 durchnummerierte gelbe Plastikenten. Umringt von über 50 Kindern, die einen Countdown herunter zählen, werden die Entchen schließlich in die Rur gekippt – damit hat das sechste Entenrennen der St.-Marien-Schützenbruderschaft begonnen.

Alle zwei Jahre findet der Wettkampf der Plastikenten großen Anklang und hat sich als Spektakel für Jung und Alt etabliert. „Wir haben von einem Entenrennen vor einigen Jahren mal im Fernsehen gehört, wodurch auch wir auf die Idee kamen“, erklärt Olaf Lengersdorf, Vorsitzender der St.-Marien-Schützenbruderschaft, „diese Veranstaltung ist die größte unseres Vereins und bereitet uns wie auch den Besuchern aber jedes Mal eine Menge Spaß“. Schon im Vorfeld konnten Lose für die Enten gekauft werden, die so registriert wurden. Mit Spannung wird am Ziel beim Parkplatz des Hauses Sodekamp-Dohmen die Ankunft der Plastiktiere erwartet – die ersten 23 Plätze sind mit Geld- und Wertpreisen dotiert, der Gewinn ist während der Veranstaltung aber nur Nebensache.

Der Kilometer auf der Rur, den die Enten im Wettlauf zurücklegen, wird von vielen jungen Besuchern und Familien am Wegesrand begleitet. Vereinsmitglied Markus Nirbach sorgt nebenbei für einen Livekommentar, der über Lautsprecher an das Ziel übertragen wird: Die Besucher erhalten so detailliert Auskunft darüber, wie ein Baumstamm im Wasser die Spannung zum Zieleinlauf vergrößert oder sich eine Plastikente vom Rest des Feldes absetzt – bis eine zweite „sich endlich vom Ufer lösen konnte und die Verfolgungsjagd aufnimmt“.

Am Zielort warten die Zuschauer auf die Ankunft der Enten, im Wasser stehen Vereinsmitglieder in Gummistiefeln hüfttief im Wasser: Mithilfe einer spitz zulaufenden Holzvorrichtung sollen die Plastikenten gestoppt und nach der Reihe ihrer Ankunft aus dem Wasser gefischt werden. Gut 20 Minuten nach dem Start ist es dann so weit – die erste gelbe Ente taucht hinter der Kurve auf und findet unter lauten Applaus der Zuschauer ihren Weg ins Ziel. Die zweite ankommende Ente bleibt jedoch in der Holzvorrichtung stecken und wird lange Zeit von anderen Nachfolgern überholt – „das muss das Bermuda-Dreieck sein“, sind sich die Zuschauer sicher, die während des gesamten Zieleinlaufs mitfiebern. Die Nummern der ersten 23 Enten wurden schließlich feierlich verlesen, und die „Besitzer“ konnten ihre Preise abholen. Rund 500 Besucher zählte die Veranstaltung über den gesamten Tag, die sich nicht nur an der Rur aufhielten, sondern mit Getränken und an Essensständen bestens verpflegt wurden. Für Kinder kam dank einer Hüpfburg, Kinderschminken oder einem Zuckerwattestand keine Langeweile zwischen den verschiedenen Rennen auf. Für die Schützenbruderschaft dauerte der Tag am längsten: Nach Ende des letzten Wettlaufs gingen einzelne Vereinsmitglieder die Rur entlang, um die Enten, die auf der Strecke am Ufer hängengeblieben waren, aufzulesen: Für das nächste Wettrennen in zwei Jahren werden die Plastikenten schließlich wieder benötigt.

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