Im Jahr 2022 528 Geflüchtete aus der Ukraine in Hückelhoven aufgenommen

Hückelhoven · Überwiegend handelt es sich dabei um Frauen und Kinder, nur wenige Männer kamen nach Hückelhoven. Ein Teil von ihnen ist bereits wieder in die Heimat zurückgekehrt.

 Ein Großteil der geflüchteten Menschen in Hückelhoven stammt aus der Ukraine.

Ein Großteil der geflüchteten Menschen in Hückelhoven stammt aus der Ukraine.

Foto: dpa/Robert Michael

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senioren und Integration der Stadt Hückelhoven hat die Stadtverwaltung ein Update über die derzeitige Flüchtlingssituation gegeben und das vergangene Jahr 2022 resümiert. 595 geflüchtete Menschen kamen im Vorjahr in der ehemaligen Zechenstadt an, berichtet Andrea Kardis, die Leiterin des Sozialamtes. Dies alles zu bewältigen sei ein enormer Kraftakt aller beteiligten Kollegen gewesen, schildert sie weiter.

Ein Großteil derer, die in Hückelhoven Schutz suchen, kommt aus der Ukraine. 528 Menschen wurden hier registriert, in erster Linie handelt es sich dabei um Frauen und Kinder. Nur wenige Männer seien dabei gewesen. Von denen seien ein paar auch bereits wieder zurück in die Ukraine gegangen, unter anderem, weil sie dort noch Freunde und Verwandte haben. So seien es am Ende des Jahres 435 Geflüchtete aus der Ukraine gewesen, die sich noch in Hückelhoven aufhalten.

Seit Anfang Oktober werden Neuankömmlinge in dem Gebäude der alten Grundschule in Hilfarth untergebracht. Derzeit seien dort 66 Menschen, es bestehe aber die Möglichkeit, Platz für 74 weitere Menschen zu schaffen. Dazu muss ein Außengerüst angebracht werden, dann sei ein zweiter Rettungsweg sichergestellt. Zudem werden 62 Wohnungen und Häuser im Stadtgebiet von der Stadt genutzt, um dort geflüchtete Menschen unterzubringen – nicht nur aus der Ukraine.

Im vergangenen Jahr kamen 67 Menschen aus anderen Ländern als der Ukraine nach Hückelhoven. Dabei handelt es sich überwiegend um Familien, etwa aus dem Iran, dem Irak, aus Syrien oder Afghanistan. Insgesamt sind derzeit 180 geflüchtete Menschen, die nicht aus der Ukraine stammen, im Leistungsbezug bei der Stadt Hückelhoven – 88 davon im laufenden Asylverfahren, 92 Personen haben eine Duldung. „40 geflüchtete Menschen gehen einer Erwerbstätigkeit nach und können ihren Lebensunterhalt komplett selbst sicherstellen“, betont Andrea Kardis. Die Menschen, die nicht aus der Ukraine stammen, werden vornehmlich in einer Unterkunft in Baal untergebracht. Dort stehen 86 Plätze zur Verfügung, 74 Plätze sind derzeit bereits belegt, demnach ist dort noch Platz für zwölf weitere Menschen.

In den Vorbereitungs- und Willkommensklassen werden an vier Grundschulen und allen weiterführenden Schulen 155 Kinder beschult. Dabei handelt es sich um Kinder aus der Ukraine, aber auch aus Syrien, Afghanistan und vielen anderen Ländern. Bei Bedarf könnten weitere Kapazitäten geschaffen werden, führte Andrea Kardis weiter aus.

(mwi)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort