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Haan: Zu wenig Plätze im offenen Ganztag

Haan : Zu wenig Plätze im offenen Ganztag

Die Haaner Politiker stimmten den Plänen von drei Kindereinrichtungen zu. Auch andere Themen wurden beschlossen.

Rund fünf Stunden dauerte die jüngste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Haan. Dabei wurde ein Teil der Tagesordnungspunkte wie der städtische Stellenplan, die Zukunft des Hallenbades, höhere Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer und der mögliche Kauf eines dritten Fahrzeugs für Krankentransporte in die Ratssitzung am 4. Juni geschoben. Behandelt wurde unter anderem:

Tagesmütter Die "Interessengemeinschaft Kindertagespflege Haan" erhält einen beratenden Sitz im Jugendhilfeausschuss (JHA). Der JHA hatte diesem Antrag bereits zugestimmt. Außerdem wurde eine Teilzeitstelle beim Jugendamt für die Tagespflege bewilligt.

Kinderanmeldeportal Die Politiker haben einem elektronischen Anmeldeverfahren für Kindergärten und Tagesmüttern zugestimmt. Damit sollen Doppelanmeldungen, die bisher gang und gäbe sind, vermieden werden. Beigeordnete Dagmar Formella schätzt, dass unter den 200 Absagen, die man Eltern bei Betreuungsplätzen erteilen musste, etwa zwei Drittel Doppelanmeldungen gewesen seien.

Neugeborene Der Haupt- und Finanzausschuss beschloss einstimmig, das Projekt "Wellcome" der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, das Familien nach der Geburt eines Kindes unterstützt, mit 9437 Euro zu fördern.

Kinderbetreuung In einer Dringlichkeitsentscheidung haben die Haaner Politiker dem Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in den Kindergärten "Am Park" und "Nachbarsberg" sowie in der Kindertagespflegestelle "Haaner Zwerge" zugestimmt. Der Beschluss war bis Ende Mai nötig, um Zuschüsse vom Land NRW zu erhalten. Die Details des Umbaus in der Kita "Am Park" (Bismarckstraße 10) stehen dagegen noch nicht fest. Nach Auskunft der Stadt sei man auf gutem Weg, mit der evangelischen Kirchengemeinde, die die Kita betreibt, eine Lösung für die umstrittene zweite Zufahrt zu einem Nachbargrundstück zu finden.

Bollenberg Bislang hatte die Stadt geplant, an der Dieker Straße einen neuen Kindergarten zu bauen. Die nötigen Mittel wurden 2012 verabschiedet. Weil aber nun nicht klar ist, ob das Gebäude möglicherweise noch von der Volkshochschule oder während des Umbaus des Gymnasiums benötigt wird, favorisiert die Verwaltung ein Gesamtkonzept am Bollenberg. Im zweiten Halbjahr 2013 sollen neue Pläne erarbeitet werden, damit die Kita möglichst zum 1. August 2016 starten kann. Dadurch könne man dann auch die Nachfrage nach Plätzen im Offenen Ganztag decken, erklärt Beigeordnete Dagmar Formella. In Gruiten sowie in Unterhaan gebe es kurz- bis mittelfristig zu wenig Ganztagsplätze. "Die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung steigt", berichtet sie. Die Politiker lehnten es jedoch ab, Geld für Planungen in Gruiten und Unterhaan bereitzustellen, weil im Moment ohnehin kein Geld da sei, um die Pläne dann umzusetzen.

Park Ville d'Eu Weil mittlerweile fast alle Leuchten im Park zerstört wurden, haben die Politiker bis zu 20 000 Euro bewilligt, um neue zu beschaffen und den Park damit sicherer zu machen.

Pfarrsaal Gruiten Mit 436 000 Euro sollte der Verein Phönix unterstützt werden, der in Gruiten den Pfarrsaal zu einem Bürgersaal umgestalten wollte. Dieses Geld soll nun auch dem neuen Trägerverein Gruitener Pfarrsaal zur Verfügung gestellt werden. Dieser Meinung waren die meisten Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss.

Abgelehnt wurden unter anderem Anträge von Meike Lukat auf einen Dreck-weg-Tag und ein Konzept für Sicherheit und Ordnung, der GAL auf einen nur abgespeckten Ausbau der Gruitener Kreuzung "Polnische Mütze" und der SPD auf Sanierung der Dieker Straße und der UWG auf barrierefreien Zugang zum Bahnhof Gruiten.

(RP/rl)