Hilden: Zehn Jahre Förderpreis: Glückwunsch!

Hilden: Zehn Jahre Förderpreis: Glückwunsch!

Der SV Hilden-Ost hat 27 Geflüchtete aufgenommen und ihnen eine Heimat gegeben.

Als die Gäste voller Freude die Plüsch-Fußbälle durch die Stadtbücherei warfen, war klar: Die Preisverleihung des Förderpreises Integration für das Jahr 2017 wird sportlich. Stefan Monreal nahm, als Leiter der Abteilung Fußball beim SV Hilden Ost, den Preis stellvertreten entgegen.

Seit zehn Jahren werden in Hilden Einzelpersonen und Gruppen geehrt, die sich durch ihr Engagement bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund besonders hervortun. Die diesjährige Jury erkannte das große Engagement des Vereins. "Es ist großartig wie aktiv sich der Verein beteiligt und Flüchtlinge in die einzelnen Fußballmannschaften aufnahm.", so der Organisator Tobias Wisch. Dabei nahm der Verein in den letzten zwei Jahren 27 Geflüchtete aus neun verschiedenen Herkunftsländern auf, darunter elf sogenannte unbegleitete Minderjährige, die ohne verantwortlichen Erwachsenen nach Deutschland kamen.

Foto: ati/Stadt

"Integration ist ein langfristiger und dauerhafter Prozess der durch die Anstrengung beider Seiten vorangetrieben wird", betont Bürgermeisterin Alkenings. "Dabei ist es so einfach wie klar: gutes Miteinander gelingt nur miteinander, denn dann schaffen wir in Hilden eine Heimat für die Auswanderer." Dies war auch dem SV Hilden Ost wichtig, der neben dem Sportangebot das Vereinsheim als Jugendtreffen zur Verfügung stellt. "Für uns ist es von Bedeutung, den geflüchteten Jugendlichen durch unser offenes Angebot einen Ort zum Austausch zu geben, denn gerade im Sport legt man Barrieren ab und knüpft neue Verbindungen.", berichtet Stefan Monreal. Dabei war es der wöchentliche, manchmal sogar tägliche Kontakt, der den Jugendlichen, neben der Leidenschaft für Fußball, geholfen hat, sich wohlzufühlen." A-Jugend-Trainer Mark Wöhrmann hatte nur anfangs ein Problem mit der Regelmäßigkeit des Trainingsbesuchs.

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Auch Finn Hendrikson und Lucas Tenbrock, die mit den geflüchteten Spielern trainieren, freuen sich über die Ehrung "Am Anfang waren wir ein wenig skeptisch, da es durch die Sprachbarriere schwierig war, sich zu verständigen. Jetzt sind wir froh, dass unsere Mannschaft Zuwachs bekommen hat."

Foto: teph, rm-

Unter den Gästen waren auch viele der Jugendlichen, die in Hilden eine neue Heimat gefunden haben. "Das Fußballspielen hat mir sehr dabei geholfen mich in Deutschland wohlzufühlen und die Sprache zu erlernen. Ich spiele gerne für den SV Hilden Ost und meine Mannschaft ist sehr gut.", berichtet Yassa Jaber (17), der 2016 aus Eritrea flüchtete und nun in seiner neuen Heimat angekommen ist.

(anze)