Kreis Mettmann: Zahl der Arbeitslosen sinkt

Kreis Mettmann: Zahl der Arbeitslosen sinkt

Es stehen aber auch weniger Ausbildungsstellen zur Verfügung.

Marcus Kowalczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mettmann, freut sich über die Vorboten der Frühjahrsbelebung: "Trotz der winterlichen Witterung im März, der den Außenberufen zugesetzt hat, sorgt die gute Konjunktur für weiter sinkende Arbeitslosenzahlen." Im Kreis Mettmann sind aktuell nur noch 15.434 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 1105 Menschen weniger als vor einem Jahr. Das bedeutet für die Arbeitslosenquote einen Rückgang um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Hilden und Haan ist die Arbeitslosigkeit von Februar auf März um 21 (0,8 Prozent) auf 2696 Personen gesunken. Davon sind in Haan 877 (Quote: 5,6 Prozent) und 1819 in der Stadt Hilden (Quote: 6,0 Prozent) registriert. 559 Personen meldeten sich in Hilden und Haan (neu oder erneut) arbeitslos, 46 (7,6 Prozent) Menschen weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig beendeten 583 Personen ihre Arbeitslosigkeit, das sind 41 (7,6 Prozent) Personen mehr als im Vormonat, aber 59 (9,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Im Vergleich zum Vormonat ist der Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen in Hilden und Haan um 22 (2,9 Prozent) auf 733 Stellen gesunken - das sind 68 (8,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Arbeitgeber meldeten im März 149 neue Arbeitsstellen, 44 (22,8 Prozent) weniger als vor einem Monat und 82 (35,5 Prozent) weniger als 2017.

  • Hilden/Haan : Arbeitslosigkeit sinkt in Haan und Hilden deutlich

Der Arbeitsmarkt im Kreis sei in einer außerordentlich guten Verfassung, führt Kowalczyk weiter aus. "Mit Stand zum 30. September vergangnen Jahres lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Kreis Mettmann bei 187.239 Personen. Sie ist um zwei Prozent höher als vor einem Jahr und so hoch wie nie zuvor", sagt Kowalczyk. Von der sinkenden Arbeitslosigkeit im Kreis profitieren im März auch die jungen Menschen deutlich. Aktuell sind 991 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet, vor einem Jahr waren es noch 19,1 Prozent mehr. "Die starke Fachkräftenachfrage im Kreis führt vermehrt dazu, dass junge Menschen nach Abschluss einer fundierten Berufsausbildung direkt in ein Arbeitsverhältnis einmünden und keine Leerlaufzeiten haben", erläutert Kowalczyk.

Auch der Kreis Mettmann ist von dem demographischen Wandel betroffen. Fachkräfte gehen in Rente und stehen dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung. In den nächsten zehn Jahren gehen im Kreisgebiet rund 17 Prozent der derzeit Beschäftigten in Rente - also rund 30.000 Menschen.

Seit Oktober 2017 läuft im Kreis die Vermittlung von Plätzen für den Ausbildungsbeginn Herbst 2018. Es wurden von Oktober bis Ende März 1671 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet - 164 (neun Prozent) weniger als im Vorjahr.

(RP)
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