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Auf Ein Wort Ulrike Peters: "Wolke 7" ist fest zugesagt

Auf Ein Wort Ulrike Peters : "Wolke 7" ist fest zugesagt

Wer in den vergangen Wochen regelmäßig Radio gehört hat, wird am Lied "Wolke 4" von Philipp Dittberner nicht vorbei gekommen sein. Für alle anderen hier der Refrain:

"Lass uns die Wolke vier bitte nie mehr verlassen, weil wir auf Wolke sieben viel zu viel verpassen. Ich war da schon ein Mal, bin zu tief gefallen, lieber Wolke vier mit Dir als unten wieder ganz allein."

Spätestens beim zweiten oder dritten Hören regt der Text zum Nachdenken an: "Gebe ich mich mit dem was ich habe - dem Spatz in der Hand, dem Realistischen, nämlich der ,Wolke 4' - zufrieden, oder strebe ich doch nach mindestens 100 Prozent, der Taube auf dem Dach, dem Optimalen - der berühmten ,Wolke 7'?

Auf den ersten Blick scheint die Aussage des Refrains doch sehr vernünftig und von vielfältigen Erfahrungen aus unserem eigenen Alltag gedeckt: Wer hoch hinaus will, kann auch tief fallen; erst himmelhoch jauchzend, und dann zu Tode betrübt - wer kennt das nicht. Da liegt der Schluss doch eigentlich nahe: lieber etwas bescheidener, mit weniger zufrieden sein als nach den Sternen greifen.

Aber: reicht Wolke 4 wirklich völlig aus? Ist es das, womit wir unseren Alltag letztlich bestehen müssen und können? Den Alltag vielleicht - aber bleibt da nicht die Sehnsucht nach mehr? Christen haben die Verheißung auf "mehr" - in der Bibel wird das beschrieben mit dem Begriff: Himmelreich oder Reich Gottes. Und zwar nicht erst irgendwann, sondern heute und hier: hier auf der Erde, in unserem Alltag, in uns selbst. Jesus vertröstet uns in seiner Botschaft nicht auf das Jenseits (nachzulesen z. B. unter dem Evangelium von Lukas, Kapitel 17, Vers 20). Leben wir also ruhig weiter auf "Wolke 4", aber ohne zu vergessen, dass uns "Wolke 7" zugesagt ist!

(Ulrike Peters, Gemeindeassistentin in St. Chrysanthus und Daria Haan)