Hilden: Wohnwagenbrände: Verdächtiger vor Gericht

Hilden: Wohnwagenbrände: Verdächtiger vor Gericht

Das Landgericht Düsseldorf verhandelt ab Dienstag kommender Woche gegen einen Langenfelder.

Als Tatverdächtiger einer Serie von Brandstiftungen im vergangenen Jahr muss sich ab Dienstag ein 41-jähriger Langenfelder vor dem Landgericht in Düsseldorf verantworten. Nach der Anklage der Staatsanwaltschaft werden ihm zehn Taten in Hilden und Langenfeld vorgeworfen. Zwischen April und Juli 2017 soll er Wohnwagen, Fahrzeuge und Gartenhäuser angezündet haben. Dabei sei ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 70.000 Euro entstanden, so die Staatsanwaltschaft.

Die Tat in Hilden geschah im vergangenen Jahr in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli: Gegen 2.20 Uhr brannte ein Wohnwagen komplett aus. Er war auf einem Parkplatz an der Forstbachstraße/ Ecke Lindenstraße, abgestellt. Ein Zeuge alarmierte die Feuerwehr umgehend. Doch als sie eintraf, brannte neben dem Wohnwagen auch schon ein daneben stehender BMW X3. Das Feuer war außerdem bereits auf einen Zaun eines angrenzenden Grundstücks übergegangen. Ein Opel Vectra sowie angrenzendes Buschwerk wurden ebenfalls stark beschädigt. Die Hildener Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und eine Ausbreitung des Feuers verhindern. Dennoch entstand großer Schaden an dem nicht mehr fahrbereiten BMW und dem Wohnwagen (wirtschaftlicher Totalschaden), der mit rund 15.000 Euro beziffert wird.

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Mit der Festnahme des Langenfelders am 11. August letzten Jahres ging die Serie von Brandstiftungen abrupt zu Ende. Seit dem Frühjahr hatten die Vorfälle Bürger beunruhigt. Laut Gerichtssprecherin Elisabeth Stöve lagen im Zeitraum 14. April bis 29. Juli neun Tatorte in Langenfeld und einer nahe der Stadtgrenze auf Hildener Seite. Dabei setzte der Brandstifter auch Menschenleben aufs Spiel. Die Polizei schickte deshalb laut Sprecherin Nicole Rehmann mehr Streifen als sonst auf die Straßen. Nach aufwändigen Ermittlungen und verstärkter Polizeipräsenz sei "der dringende Tatverdacht" auf den Langenfelder gefallen, der offenbar keiner geregelten Arbeit nachgehen soll.

(mei)