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Haan: Wohin geht's in der Haaner City?

Haan : Wohin geht's in der Haaner City?

Mobile Redaktion diskutiert auf dem Neuen Markt mit Verwaltung, Handel und Bürgern.

Seit Jahren gibt es Pläne, in der Stadtmitte ein Einkaufszentrum zu bauen. Doch Widerstand aus der Bürgerschaft und zwei Gerichtsurteile — das Oberverwaltungsgericht Münster erklärte zweimal die Bebauungspläne für das angestrebte Windhövel-Center für unwirksam — haben das Projekt gestoppt. Jetzt scheint ein Umdenken zu beginnen. Im April haben CDU und FDP ein Gesamtkonzept für die Innenstadt gefordert. Am vorigen Wochenende erst hat die SPD in einem Werkstatt-Verfahren begonnen, Bürger bei der Planung der Innenstadt-Gestaltung mit ins Boot zu holen.

"Wohin geht's in der Haaner City?" ist deshalb die Frage, die bei einer Mobilen Redaktion der Rheinischen Post erörtert und beleuchtet werden soll. Redakteure führen dabei Gespräche mit Bürgern, mit Vertretern aus dem Einzelhandel, aus der Stadtverwaltung und der örtlichen Politik.

Zum Hintergrund: Die Bürgerinitiative Innenstadt Haan warnt seit Beginn der Centerplanung, dass die angestrebte Verkaufsfläche von knapp 10 000 Quadratmeter zu groß sei und zudem den örtlichen Einzelhandel gefährdete.

Die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung scheinen nicht mehr nur allein auf das Windhövel-Center bauen zu wollen. Jüngst kam auch das Areal der Landesfinanzschule ins Spiel, die Ende 2014 nach Wuppertal in einen Neubau umzieht.

Das neue Einzelhandelsgutachten bestätigt das Vorhaben, in der Haaner City ein Center mit Magnetwirkung zu schaffen. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die ein neues Denken anregen. Der Neue Markt wird als große (Kirmes-)Fläche in der Zeit außerhalb des Volksfestes oft als öde empfunden.

In den letzten Jahren haben zahlreiche alteingesessene Einzelhandelsbetriebe geschlossen. Zum Teil mussten sie vor der Online-Konkurrenz kapitulieren. Viele frühere Kunden aber nutzen immer häufiger Einkaufsmöglichkeiten außerhalb der Gartenstadt. Somit tragen auch Haaner dazu bei, dass Hilden aus dem Umland so viel Kaufkraft abziehen kann wie sonst in der Region nur Düsseldorf.

(RP)