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Hilden: Wo sich Hilden verändert

Hilden : Wo sich Hilden verändert

2012 werden eine Reihe von für die Stadt Hilden wichtigen Projekten abgeschlossen oder ein Stück vorangebracht. Die RP gibt einen Überblick über die "Baustellen" der Stadtentwicklung.

Das Kolpinghaus an der Kirchhofstraße ist nicht wie geplant im Oktober fertig geworden, sondern kann erst im neuen Jahr bezogen werden. Die Bauabnahme sei erfolgt, einige Rest- und Mängelarbeiten würden im Januar abgewickelt, sagte Ralf Scheib, Leiter des städtischen Gebäudemanagments. Ab Februar könnten der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) Hilden mit Schuldnerberatung, Kleiderkammer und Hildener Tafel sowie der spanische Kulturverein (übernimmt Gastronomie im Erdgeschoss) einziehen. Vom portugiesischen Kulturverein, der Räume im zweiten Obergeschoss erhalten soll, läge bislang noch keine Rückmeldung vor.

Bauverein: alternative Entwürfe

Verzögert hat sich auch die Fertigstellung des neuen Park- und Geschäftshauses "Am Kronengarten". "Tedi" hat bereits eröffnet, Ende Januar/Anfang Februar sollen Aldi und der Biosupermarkt Denn's folgen. Das Parkhaus mit rund 300 Stellplätzen wird voraussichtlich im Januar in Betrieb gehen — bis auf die oberste Etage. Der Kronengarten entwickelt sich zu einer zweiten (Fachmarkt-)Einkaufsstraße parallel und mit Verbindung zur Mittelstraße. Die Drogeriekette Rossmann hat sich dort bereits mit einer zweiten Filiale in Hilden angesiedelt. Die Firma Gooran verkauft im ehemaligen Hertie-Kaufhaus Möbel und Wohnaccessoires.

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Die katholische Kirchengemeinde hat neue Pläne mit dem alten Reichshof. Der Kopfbau (wo sich heute der Irish Pub befindet) soll abgerissen und dort mit eigenen Mitteln ein neues Gemeindezentrum für St. Jacobus gebaut werden. Das restliche Grundstück soll nun nicht verkauft werden, sondern im Besitz der Gemeinde bleiben und als Erbbaugrundstück verwertet werden. Im Frühjahr will die Pfarre zehn ausgewählte Architekturbüros zu einem städtebaulichen Wettbewerb einladen. "Wir erwarten nicht nur schöne Architektur, sondern Beiträge, die mit Investoren abgestimmt sind", betonte Pfarrer Monsignore Ulrich Hennes. Ein Investor hatte bereits 2007 ein Konzept für das Gelände zwischen Hochdahler-, Mittel- und Mühlenstraße vorgelegt. Gemeinde und Investor konnten sich am Ende nicht einigen.

Nach fast zwei Jahren politischem Tauziehen hat der Stadtrat dem Antrag des Gemeinnützigen Bauvereins Hilden zugestimmt, für den Bereich An den Linden/Ohligser Weg/Kirschenweg ein Bebauungsplan-Verfahren einzuleiten. Der Bauverein will dort bis zu 80 neue Wohnungen bauen. BA/CDf und Freie Liberale präsentierten einen mit einer Bürgerinitiative gegen das Vorhaben abgestimmten Alternativ-Entwurf, der nur 16 neue Wohnungen vorsieht. Der Bauverein lässt jetzt ein Konzept mit mehreren Entwürfen erarbeiten, dass in einer Bürgeranhörung im Laufe des nächsten Jahres vorgestellt wird. Was und wie viel am Ende gebaut wird, darüber entscheidet der Stadtrat. Sollte der Rat einen Entwurf beschließen, der für die Genossenschaft nicht wirtschaftlich darstellbar ist, soll das ganze Projekt noch einmal grundsätzlich überdacht werden, hat sich der Bauverein vorbehalten. Die Kosten des Verfahrens trägt der Antragsteller. Über die Zukunft des Geländes der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule soll auf Beschluss des Rates ein städtebaulicher Wettbewerb entscheiden. Fünf Büros mit lokalem Bezug wurden ausgelost, maximal 15 weitere können sich an der europaweiten Ausschreibung beteiligen. Im Sommer wird eine Jury die besten drei Entwürfe prämieren. Der Stadtrat entscheidet im Herbst, welcher von den drei Entwürfen realisiert wird.

(RP)