Wirtschaftsförderer Kai Kröger verlässt Hilden

HIlden : Wirtschaftsförderer verlässt Hilden

Nach gut 1,5 Jahren wechselt Kai Kröger zum 1. Juli zur „KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH“.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Stadtrat wollen die Wirtschaftsförderung der Domstadt neu aufstellen. Deshalb wurde zum 1. Januar 2019 die „KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH“ gegründet. Geschäftsführer ist Dr. Manfred Janssen, der zuvor die Wirtschaftsförderung in Rheine/Münsterland geleitet hat. Janssen und Kai Kröger haben dort sechs Jahre lang zusammengearbeitet. Der Geschäftsführer bot Kröger die Teamleitung an.

„Ich habe in Hilden richtig gerne gearbeitet“, versichert Kröger: „Aber das ist eine besondere Konstellation. Ich kenne und schätze Herrn Janssen. Er hat auch andere frühere Kollegen ins neue Team geholt. Köln ist ein interessanter Standort. Das Angebot ist ein spannendes Gesamtpaket. Da konnte ich nicht nein sagen.“

Hildens Wirtschaftsdezernent Norbert Danscheid bedauert den Weggang von Kröger, kann seine Entscheidung aber verstehen: „So ein Angebot bekommt man wahrscheinlich nur einmal im Leben. Damit können wir nicht konkurrieren.“ Die Teamleiter-Stelle soll so schnell wie möglich wieder besetzt werden.

Kröger hatte sich gegen 20 Mitbewerber durchgesetzt. Der 38-jährige Diplom-Ingenieur hat Raumplanung und Immobilienökonomie studiert und sowohl im öffentlichen wie auch privaten Bereich Berufserfahrungen gesammelt. Auch sein Vorgänger Peter Heinze machte Karriere. Nach acht Jahren guter Arbeit in Hilden wechselte er Ende 2017 als Baudezernent nach Remscheid.

Dass die Stadtverwaltung gute Leute verliert, sei leider nicht zu ändern, sagt Personaldezernent Norbert Danscheidt: „Das ist ein Trend der Zeit. Der Arbeitsmarkt ist eng, gute Leute sind gesucht. Das Personalkarussell dreht sich immer schneller.“ Größere Städte oder Unternehmen können häufig mit besserer Bezahlung oder attraktiven Aufgaben locken.

Der Wirtschaft geht es so gut wie seit Jahren nicht. Dennoch erholen sich die Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt nach einem dramatischen Einbruch nur langsam – weil Investitionen der Unternehmen ihre Gewerbesteuer mindern. Neuansiedlungswillige Firmen stehen aber auch in Hilden nicht Schlange. Das wird von einigen Politikern immer mal wieder kritisiert.

„Wir können gar nicht so viele Betriebe neu ansiedeln wie wir bereits in Hilden haben“, sagte der Wirtschaftsdezernent. „Deshalb ist die Bestandspflege wichtiger als die Neuansiedlung, auch wenn sie mehr Zeit kostet.“ Hilden hat knapp 5000 Betriebe. 6500 Menschen sind im Handel tätig. Der Dienstleistungssektor beschäftigt über 7500 Mitarbeiter. Schwerpunkt der Industrie ist Maschinenbau (45 Betriebe). 17 Firmen bearbeiten Metalle, 13 gehören zur chemischen Industrie, zehn machen Datenverarbeitung.