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Haan: Wirteverein bittet zum Jubiläum zu Tisch

Haan : Wirteverein bittet zum Jubiläum zu Tisch

Der Erlös des Kirmes-Biergartens und kulinarischen Abends am 24. Oktober kommt einer sozialer Einrichtung zugute.

Der Wirteverein Haan und Gruiten besteht seit 100 Jahren. Zu diesem runden Jubiläum haben sich Vorsitzende Brigitte Taschke und Torsten Henkels, Betriebsleiter der Erzquell Brauerei Bielstein, zwei besondere Veranstaltungen einfallen lassen. Zur Haaner Kirmes vom 21. bis 24. September werden die Wirte einmalig einen Tanz- und Biergarten am Rathaus Mittelstraße vor dem Hallenbad aufbauen. Und für den 24. Oktober laden die Wirte zu einem kulinarischen Abend in die Alte Pumpstation ein. Henkels: "Der Erlös beider Veranstaltungen kommt einer sozialen Einrichtung in Haan zugute."

Der Kirmes-Biergarten bietet 200 Sitzplätze und eine überdachte Tanzfläche (200 Quadratmeter). Dazu gehören auch ein großer Ausschankwagen mit Zeltdach (acht Meter Durchmesser) und ein Kaffeemobil. "Die Stadt Haan verzichtet auf Standgebühren", bedankt sich Henkels: "Sofia Papapetrou, Wirtin der Friedrichsstuben, stellt Wasser und Strom kostenfrei zur Verfügung." Kirmessamstag, Sonntag und Montag legen Stephan Friedrichs und Jörn Thomas Tanzmusik auf. Sonntagnachmittag ab 14 Uhr unterhält der "Haaner Swing Express". Während der Kirmes werden ständig Verzehrgutscheine unter den Gästen verlost. Rund 10 000 Euro wird der einmalige Kirmes-Biergarten kosten: Henkels ist sich sicher, dass am Ende etwas für den guten Zweck übrig bleiben wird.

Rheinischer Sauerbraten vom Pferd, Leckeres aus Fluss und Meer, Spezialitäten aus dem Bergischen, Italien, Griechenland und der Türkei, dazu Weine und Edelbrände aus der Pfalz, Bier-, Mineralwasser- und Kaffeespezialitäten sowie Cocktails: Bei einem kulinarischen Abend am 24. Oktober von 19 bis 23.30 Uhr in der alten Pumpstation bitten die Wirte zu Tisch. 59 Euro kostet der Eintritt — inklusive aller Speisen und Getränke. Für die musikalische Unterhaltung sorgt Pianist Matthias Arnold. Die 150 Karten zu diesem Schlemmer-Event werden sicher schnell vergriffen sein. Nur mit Hilfe von Sponsoren wie Handelshof, Stadt-Sparkasse, Möbelhaus Ostermann, Autohaus Jüngten, Erzquell Brauerei, Haaner Felsenquelle und Provinzial Agentur Blossey könnten die Wirte die Kosten von 12 000 Euro stemmen, bedankt sich Henkels.

Obwohl sie allen Grund zum Feiern haben, sorgen sich die Haaner und Gruitener Wirte um ihre Zukunft. "Uns Wirten geht es schlecht", bilanziert Brigitte Taschke, Vorsitzender des Wirtevereins: Die Gäste blieben kürzer in den Lokalen und konsumierten weniger, bestätigt auch Henkels: "Die jungen Leute bevorzugen, speziell in Haan, andere gastronomische Angebote." Der Satz "Wer nichts wird, wird Wirt" sei überholt. Ohne Branchenkenntnisse und Kapital geht heute gar nichts." Familiengeführte Unternehmen hätten Zukunft.

(RP)