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Winterdienst Hilden war erstmals im Einsatz

Wetter in Hilden : Winterdienst fährt erste Einsätze in der Region

Die Gebühr in Hilden sinkt im kommenden Jahr leicht um 1,15 Prozent. Das hat die Politik jetzt beschlossen. Die Mitarbeiter haben in diesen Tagen das erste Mal streuen müssen.

Kälte und Glätte haben auch im Rheinland Einzug gehalten. Am Montag war der Winterdienst in Hilden erstmals im Einsatz, berichtet Ulrich Hanke, Leiter des städtischen Bauhofs: „Es friert, die Temperaturen gehen in der Nacht gegen null. Da wollen wir auf der sicheren Seite sein.“

Das Lager ist mit 650 Tonnen Streusalz und 75.000 Liter Sole gefüllt. Bis zu 26 Mitarbeiter können mobilisiert werden. Die Straßen werden nach Dringlichkeitsstufen abgefahren und bei Bedarf gestreut. Höchste Priorität haben Bundes-/Landesstraßen, Hauptverkehrsstraßen, Straßen mit ÖPNV, Krankenhaus, Feuerwache, Industrie und besondere Gefahrenstellen. Am Ende der Kette stehen Anliegerstraßen in Wohn- und Gewerbegebieten sowie Tempo-30-Zonen. Der Bauhof sorgt aber nicht nur für eisfreie Straßen, sondern räumt auch Gehwege, bei denen die Stadt die Anliegerfunktion hat, sowie Verkehrsinseln.

Grundstückseigentümer und Vermieter sind übrigens verpflichtet, Schnee und Eis zu räumen. „Auf Gehwegen dürfen nur abstumpfende Streumittel verwendet werden. Das Streuen von Auftausalz ist nur bei extremer Glatteisbildung oder an besonderen Gefahrenstellen (Treppen, Rampen, Bushaltestellen, Überwege usw.) erlaubt“, erläutert Bauhofleiter Ulrich Hanke: „Nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach Entstehen von Eisglätte sind Schnee und Glätte unverzüglich zu beseitigen: werktags in der Zeit von 7 bis 20 Uhr sowie sonn- und feiertags in der Zeit von 9 bis 20 Uhr.“ Nachts müsse nicht gestreut und geräumt werden. „Auch während eines starken Schneefalls kann man pausieren. Die Streu- und Räumpflicht setzt aber ein, wenn der Schneefall nur noch unerheblich andauert bzw. nachlässt.“

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Der Winterdienst ist in Hilden gut organisiert, stellt die Kommunalagentur NRW in einer aktuellen Organisationsuntersuchung des städtischen Bauhofs fest. Rund 250.000 Euro kostet der Winterdienst voraussichtlich in diesem Jahr. finanziert über Gebühren. Sie müssen kostendeckend sein. Deshalb darf die Stadt mit der Winterdienstgebühr auf Dauer keinen Gewinn, aber auch keinen Verlust machen.

Die Winterdienstgebühr sinkt im kommenden Jahr um 1,15 Prozent, hat der Hauptausschuss einstimmig beschlossen. Je Frontmeter sind für eine Straße der Priorität 2 0,82 Euro zu zahlen, 0,01 Euro weniger als in diesem Jahr. Ein Grund: Es gibt noch eine „Überdeckung“ aus den Vorjahren, die den Bürgern jetzt zurückerstattet wird.