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Wiedersehen 60 Jahre nach dem Abitur am Helmholtz-Gymnasium Hilden

Hilden : Strammes Programm zum Abi-Jubiläum

Mit Gottesdienst, Schlossbesuch und einem Abstecher an ihre alte Schule feierten die Abiturienten des Jahrgangs 1959.

Zum 100. Geburtstag des Helmholtz-Gymnasiums hatte die Abiturklasse 1959 die Ausstellung „Ein Jahrgang blickt zurück“ zusammengestellt. Das war bereits vor neun Jahren.

Doch der Kontakt zur alten Schule ist nach wie vor nicht abgerissen. Jetzt trafen sich die Ehemaligen zum 60. Jubiläum – und natürlich gehörte auch diesmal wieder ein Abstecher ins alte Gebäude dazu.

„Wir machen das immer wieder gerne“, betont Organisator Hans-Jürgen Braun, auch wenn das heutige Abitur „mit unserer Prüfung damals nicht mehr das geringste zu tun hat“. Beispiel mündliche Prüfung: „Wir wussten erst zwei Stunden vor dem Termin, in welchen Fächern überhaupt geprüft werden sollte“, erinnert sich der Hildener: „Das Thema wurde 20 Minuten vor der Prüfung bekannt gegeben – dann konnte man sich sammeln, aber alles ohne jedes Material. Und dann ging es los – vor dem gesamten Lehrerkollegium.“

Solche Erinnerungen wurden am Jubeltermin jede Menge ausgetauscht. Begonnen hatte der Tag jedoch mit einem Gottesdienst für alle aus dem Abiturjahrgang, die nicht mehr leben. „Wir waren einst 27 und sind heute stark geschrumpft“, berichtet Braun – dadurch, dass auch die Ehepartner zum Mitfeiern eingeladen worden seien, habe man dennoch eine größere Gruppe zusammen bekommen.

Die hatte einige Programmpunkte zu bewältigen – unter anderem einen Besuch des Schlosses Benrath sowie einen Abstecher in die Düsseldorfer Rheinterrassen (das allerdings nur zum Kaffeetrinken). Den Abend ließen die Abiturienten dann im Spezialitätenrestaurant Da Domenico am Hagelkreuz ausklingen.

Dabei wurden auch noch einmal Geschichten erzählt, die den Puls des damaligen Lebens spüren lassen: die gewonnene Fußballweltmeisterschaft, die außenpolitischen Krisen und der stetig wachsende Wohlstand Deutschlands.

Ein Symbol dafür scheint immer noch der Zigarre rauchende Ludwig Erhard zu sein. Und mitten in diesem neuen Lebensgefühl tummelten sich die Gymnasiasten, mit Elvis- und Louis Armstrong-Schallplatten, mit den ersten knackigen Blue Jeans, der ersten Vespa.

„Wir hatten alles in allem eine schöne Zeit“, resümiert Hans-Jürgen Braun. Auch wenn die Anforderungen an die schulischen Leistungen seinerzeit deutlich höher als heute gewesen seien. Allemal Grund zum Feiern.