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Wegen Schnee muss Hildener Feuerwehr Ölspur selbst fegen

Hilden : Feuerwehr fegt Straße nach Öl-Einsätzen

Zu kalt für die Kehrmaschine - Feuerwehr mit Besen im Einsatz

Zweimal verlieren Fahrzeuge Flüssigkeiten. Kehrmaschine wegen Temperaturen nicht im Einsatz.

Feuerwehr und Bauhof kommen am Donnerstag kaum zur Ruhe. Am Vormittag verliert ein Müllfahrzeug auf der Heinrich-Hertz-Straße Hydrauliköl – gegen 14 Uhr meldet ein Anrufer eine rund drei Kilometer lange Ölspur im Gewerbegebiet Nordwest rund um den Bauhof.

Was im ersten Moment nach Standardeinsätzen klingt, entpuppt sich bei den aktuellen Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts als schweißtreibende Arbeit für die Feuerwehrleute.

Feuerwehrleute müssen nach einem Öl-Einsatz die Hans-Sachs-Straße fegen. Die Kehrmaschine kann bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht zum Einsatz kommen. Foto: Tobias Dupke

Denn die Kehrmaschine, die sonst nach dem Einsatz der Bindemittel die Straßen wieder freiräumt, nutzt Wasser für ihre Arbeit. Und das würde sofort gefrieren und die Straßen in gefährliche Eisbahnen verwandeln. Daher müssen die Einsatzkräfte selbst zu Besen und Schaufel greifen.

Am Donnerstagvormittag verliert zunächst ein Müllfahrzeug rund 200 Liter Hydrauliköl auf der Heinrich-Hertz-Straße im Industriegebiet Südwest. Die Awista-Mitarbeiter rufen die Feuerwehr, die das Öl auf rund 1500 Quadratmetern abstreut.

Die Spur ist mehrere Hundert Meter lang, der Einsatz dauert rund eine Stunde. Dann haben die 13 hauptberuflichen sowie ehrenamtlichen Feuerwehrleute und vier Bauhofmitarbeiter das Granulat mit dem Öl aufgefegt, und die Straße kann wieder freigegeben werden. Dabei kommt auch eine Handkehrmaschine zum Einsatz, wie Feuerwehrchef Hans-Peter Cremer erklärt.

Wenige Stunden später rücken die Einsatzkräfte erneut aus – doch dieses Mal ist die Ölspur deutlich länger. Etwa drei Kilometer schlängelt sie sich von der Hans-Sachs-Straße über „Auf dem Sand“, Westring und Schalbruch bis zur Herderstraße und wieder zurück über „Auf den Sand“ zur Hans-Sachs-Straße. Die Temperatur hat sich innerhalb der kurzen Zeit nicht großartig verändert, sodass die Feuerwehrleute wieder zu Besen und Schaufel greifen müssen.

Auch dieses Mal sind wieder rund 15 Mann im Einsatz. Sie werden von Mitarbeitern des Bauhofs unterstützt. Die Feuerwehr sperrt kurzzeitig die Hans-Sachs-Straße ab, da die Ölspur dort besonders breit ist und die Einsatzkräfte in Ruhe das Öl binden und das Granulat zusammenfegen können.