1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

Hilden: Warum die Kirchen nicht immer geöffnet sind

Hilden : Warum die Kirchen nicht immer geöffnet sind

Zum großen Teil bleiben die Türen bei den Gotteshäusern der katholischen und der evangelischen Gemeinde in Hilden außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen. Die Gründe sind so einfach wie traurig: Diebstahl und Vandalismus.

Nachdem es in den vergangenen Jahren immer häufiger entsprechende Vorkommnisse gab, "ist es nicht möglich, die Kirchen unbeaufsichtigt zu lassen", sagt Horst Dieter Bruch, Vorsitzender des Fördervereins der Reformationskirche, Marktstraße 18. Hier wurde eine Lösung gefunden: Zu den Marktzeiten mittwochs und samstags ist die Kirche von 10.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. Ehrenamtler passen auf und haben Antworten auf die ein oder andere Frage. Ansonsten ist die Kirche nur zum Sonntagsgottesdienst ab 10.30 Uhr geöffnet.

Die zwei weiteren Kirchen der evangelischen Gemeinde in Hilden haben keine offiziellen Öffnungszeiten außerhalb der Gottesdienste. Diese finden sonntags ab 10 Uhr in der Friedenskirche, Molzhausweg 2, und ab 10.30 Uhr in der Erlöserkirche, St. Konrad-Allee 76, statt.

Dennoch steht dort das kirchliche Leben nicht still. "Wir haben täglich Betrieb im Gemeindehaus", weiß Sonja Schüller, Pfarrerin an der Erlöserkirche. Und da Gemeindehaus und Kirche direkt zusammenhängen, "nutzen einige Besucher unserer Angebote die Möglichkeit, hinüber in die Kirchenräume zu gehen", und so die Ruhe für die eigenen Gedanken zu nutzen, sagt Schüller.

Zu den gleichen Problemen hat die katholische Kirchengemeinde noch einmal andere Ansätze. St. Jacobus, Mittelstraße, hat sich dazu entschlossen, täglich von 7 bis 19.30 Uhr durchgängig zu öffnen. "Während der Öffnungszeiten schaut der Küster nach dem Rechten", sagt Bettina Stagat-Amlinger vom Pastoralbüro der katholischen Pfarrgemeinde. Man könne alle Bereiche betreten.

Das sieht in den katholischen Kirchen St. Konrad, Sankt-Konrad-Allee 37, und St. Marien, Gerresheimer Straße 223, anders aus. "Zu unseren Öffnungszeiten außerhalb der Gottesdienste kommen Besucher nur bis zur Absperrung und den Opferkerzen", erklärt Joel Puschinski, Küster beider Kirchen. Solche Sicherheitsvorkehrungen seien unabdingbar, obwohl "es keine Diebstähle mehr gab, seit wir einen neuen, sehr robusten Opferstock haben".

In dieser Form ist die Kirche St. Konrad von Montag bis Samstag 7 bis 17 Uhr und St. Marien von Montag bis Freitag 7 bis 16 Uhr geöffnet. St. Konrad ist zusätzlich freitags und samstags bis 19.30 Uhr geöffnet, St. Marien ist samstags komplett geschlossen. Die Sonntagsmesse findet in St. Konrad von 10 bis 12.30 Uhr statt, in St. Marien von 9 bis 11.30 Uhr.

(höv)