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Waldkaserne Hilden schöpft Potenzial aus

Hilden : Waldkaserne schöpft Potenzial aus

Die Waldkaserne ist die letzte verbliebene Garnison in der Region. „Die Kaserne wird nicht vergrößert“, sagte Standortältester Oberstleutnant Björn Taube beim Jahresempfang: „Wir schöpfen unser Kapazitäten aber voll aus.

Alle Einheiten am Standort haben Bestand.“ Die Bundeswehr hat gerade erst rund 18 Millionen Euro in einen Campus für das Ausbildungsmusikkorps investiert. „So eine Einrichtung gibt man nicht so schnell auf.“ Das Sanitätsversorgungszentrum Düsseldorf aus der Bergischen Kaserne ist 2017 nach Hilden umgezogen. Dort müssen alle Soldaten aus der Region hin, die einen Doktor brauchen. Zwei Ärzte seien in Hilden stationiert.

Größte Abteilung in der Waldkaserne sind die Militärpolizisten. Der Stab des Feldjägerregiments 2 ist in Hilden zu Hause. Von hier aus werden Militärpolizisten in sechs Bundesländern (NRW, Niedersachsen, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) geführt – und zahlreiche Einsätze im Ausland geleistet. Unter anderem im Nordirak und in Afghanistan. Vor wenigen Tagen seien Feldjäger aus Mali zurückgekehrt, so Taube - „unbeschadet“: „Es ist wichtig, dort für Stabilität zu sorgen, um in unserem Interesse neue Flüchtlingswellen zu verhindern.“ Feldjäger seien auch im Baltikum und in Polen stationiert: „Deutschland hat über Jahrzehnte Unterstützung von Briten, Franzosen, Amerikanern, Belgiern und Niederländern erfahren. Das müssen wir jetzt auch für unsere östlichen Nato-Partner leisten.“

Im Februar 2020 beginnt ein Großmanöver in Deutschland. Amerikanische Einheiten werden an die Ostgrenze der Nato verlegt - quer durch Deutschland. „Die Feldjäger führen die Truppe“, kündigte Taube an: „Auch über das Hildener Autobahnkreuz - aber nur nachts.“