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Waldbad Hilden macht sich für die Saison schick

Saisoneröffnung : Das Waldbad macht sich schick

Mitarbeiter der Stadtwerke bereiten das Freibad zwischen Hilden und Haan für die Wiedereröffnung vor. Die Corona-Krise hatte den Zeitplan durcheinander gewürfelt. Momentan erarbeitet der kommunale Versorger ein Konzept, das kommende Woche in den politischen Gremien verabschiedet werden soll.

Wasser marsch – langsam füllt sich das 4,66 Meter tiefe Bassin am Sprungturm als letztes der drei großen Becken im Waldbad. Der Pegel steigt Stunde um Stunde an. „Es dauert etwa zwei Tage, bis das Becken komplett voll ist“, erklärt Rexhep Hajredini. Er ist einer der Stadtwerkemitarbeiter, die momentan das Waldbad an der Elberfelder Straße für die Wiedereröffnung fit machen.

Die Corona-Krise hatte dem geplanten Saisonstart am 18. Mai einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber seit klar ist, dass die Freibäder auch in diesem Jahr öffnen dürfen, arbeiten die Stadtwerke daran, das Waldbad herzurichten. Sechs Wochen dauert es, um alle erforderlichen Punkte auf den seitenlangen Listen abzuhaken und die sogenannten Auswinterung des Freibades abzuschließen.

Zunächst haben die Mitarbeiter das Wasser aus den Becken gelassen (auch das dauert zwei Tage, damit die Kanäle an der Elberfelder Straße nicht überlastet werden, wie Hajredini erklärt), alles gereinigt und die Fliesen sowie die Fugen kontrolliert. Bei Bedarf wurden sie erneuert. Danach leiten die Stadtwerke-Mitarbeiter wieder vorsichtig Wasser in die Becken.

Nachdem die meisten Arbeiten in und an den Bassins bereits gemacht worden sind, widmet sich der Großteil der Mitarbeiter nun den Außenanlagen. Bänke müssen montiert, der Rasen gemäht und der Sandkasten von Blättern befreit werden. Unterdessen untersucht ein Labor die Wasserproben aus den einzelnen Becken und gibt im Regelfall nach ein paar Tagen grünes Licht für die Wiedereröffnung.

Doch wann Saisonstart ist, können die Stadtwerke zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Wir haben ein Konzept erstellt“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Sabine Müller. „Darüber müssen aber erst einmal die politischen Gremien abstimmen.“ Das Konzept sieht unter anderem vor, dass nur eine begrenzte Anzahl an Badegästen hineingelassen wird. Rekordzahlen mit 5000 und mehr Besuchern werde es 2020 nicht geben. „Der Mindestabstand gilt nicht nur auf der Liegewiese, sondern auch im Wasser“, sagt Sabine Müller.

Trotzdem werde man versuchen, auch die Rutschen zu öffnen. „Wir müssen schauen, wie es funktioniert“, erklärt sie. Es komme dabei vor allem auf die Mitarbeit der Gäste an. „Wenn der Mindestabstand auf den Rutschen nicht eingehalten wird, müssen wir sie wieder sperren“, sagt die Stadtwerke-Sprecherin. Weitere Einzelheiten wollte sie zu dem Konzept noch nicht nennen. Nur, dass es sehr personalintensiv sei. „Unsere Mitarbeiter werden verstärkt Ordnungstätigkeiten wahrnehmen müssen“, sagt sie.

Rexhep Hajredini ist mit seinem Kollegen Pawel Lichota unterdessen am Sprungturm angekommen. Dort installieren sie die Absperrung, damit niemand von der Seite ins Becken springt. Neben ihnen läuft weiter das Wasser ins Bassin. „Ich freue mich jedes Jahrs aufs Neue auf die Auswinterung“, sagt Rexhep Hajredini. Die Arbeiten machten ihm einfach sehr viel Spaß, das Waldbad sei ihm ans Herz gewachsen. „Es ist mein Lieblingsschwimmbad“, sagt er. Sein Kollege Pawel Lichota geht noch einen Schritt weiter: „Das ist die schönste Arbeit der Welt.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: So sieht es momentan im Waldbad aus