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Haan: "Vom Kompost zum Kürbis" trägt Früchte

Haan : "Vom Kompost zum Kürbis" trägt Früchte

Zwischen den sattgrünen Blättern liegen sie und leuchten inzwischen zartgelb: gut fußballgroße Kürbisse, die auf dem Kompostbeet des Kindergartens Maria vom Frieden in Haan gedeihen.

Kreisweit beteiligen sich 47 Kindertagesstätten und 33 Schulen mit 156 Gruppen und insgesamt 3000 Kindern am Wettbewerb "Vom Kompost zum Kürbis", den die Abfallberatung des Kreises zum vierten Mal ausrichtet. Beatrice Waldapfel vom Umweltamt des Kreises hatte für ihre Zwischenbilanz gestern den katholischen Kindergarten an der Hochdahler Straße ausgesucht.

Die Koordinatorin des Wettbewerbs war ganz angetan von der Gartenpracht in Unterhaan. An den Ranken der Kürbispflanzen haben sich schon zehn Früchte gebildet. Und es gibt noch mehrere Blüten mit Fruchtansätzen. Die Kürbisse werden jeden Tag von den Kindern nicht nur begutachtet, sondern auch gegossen. Denn Wasser brauchen sie, um an Größe und Gewicht zuzulegen.

"Vor zwei Jahren war der schwerste Kürbis 38 Kilogramm", erinnert sich Beatrice Waldapfel. Sie schätzt, dass dieser Wert in diesem Jahr kaum erreicht wird. "Dafür war es im Juni und Anfang Juli zu kalt." Mitte September werden in allen Städten die Abfallberater durch die Einrichtungen ziehen und die Kürbisse im Beet wiegen. Am 26. September ist die Abschluss-Veranstaltung, bei der die drei Siegerkürbisse gekürt und die Gruppen mit einem kleinen Geldpreis für ihre Gärtnermühen belohnt werden.

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Wie auch immer der Haaner Kindergarten abschneidet — die Kürbisse werden dann noch weiter wachsen können. "Wir möchten die Früchte beim Erntedankfest in der Kirche präsentieren", berichtet Dorothea Poblocki, seit zwei Jahren Leiterin der Einrichtung. Bei einem Kochaktionstag soll Kürbissuppe bereitet werden. "Kürbisse kann man zum Kochen und Backen von Brot, Kuchen und auch Plätzchen benutzen", weiß Waldapfel.

Das Kürbisprojekt ist genau dokumentiert. Am 8. Mai wurden die Kürbiskerne und fünf Säcke Humus aus der Kreis-Kompostanlage geliefert. Die Kerne wurden in einem kleinen Treibhaus in den Boden gelegt. Eine Woche später kamen die ersten Keime aus der Erde. "Dann war das Häuschen zu klein", berichtet Berkin. Am 4. Juni kamen die Pflanzen ins Freiland. Blüten kamen am 9. Juli zum Vorschein, eine Woche später die ersten Fruchtansätze. "Wir haben auch Unkraut weggemacht", erzählt Lasse, der wie die anderen Kinder erste gärtnerische Erfahrung sammelt. "Wegen unserer Ferien haben wir die schönste Zeit nicht mitbekommen", bedauert Erzieherin Rosemarie Tüshelmann. In dieser Zeit kümmerten sich eine daheimgebliebene Erzieherin und die Reinigungskraft um die Pflege. Am letzten Hitzewochenende kam Rosemarie Tüshelmann zum Gießen. "Es wäre zu schade, wenn das hier vertrocknen würde", sagt sie und weißt auch auf die schwer behangenen Apfelbäumchen hin.

(RP/rl)