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Hilden/Haan: Volkshochschule hat ein neues Team

Hilden/Haan : Volkshochschule hat ein neues Team

2016 erzielte die VHS Hilden-Haan einen Überschuss von 51.000 Euro. Verbandsumlage sinkt 2017 um 10 Prozent.

Zum 1. August trat Martin Kurth als neuer Leiter der Volkshochschule Hilden-Haan an. Gestern hat er gemeinsam mit der Verbandsversammlung einige Personalien geklärt. Die Stelle des Verwaltungsleiters ist seit Mai (Ausscheiden von Klaus Stach) vakant. Zu seinem Nachfolger bestellten die Mitglieder (Stadtverordnete aus Hilden und aus Haan) einstimmig mit sofortiger Wirkung seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Willms. Stellvertretender VHS-Leiter Heiner Fragemann geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Fachbereichsleiter Frank Lungenstraß wird ab 2018 sein Nachfolger, so der einstimmige Beschluss. Fachbereichsleiterin Juliane Kerzel-Kohn verlässt nach neun Jahren die Volkshochschule Hilden-Haan Ende Oktober und wird Leiterin der Volkshochschule Aschaffenburg. Gestern wurde sie mit einem großen Blumenstrauß, viel Beifall und guten Wünschen verabschiedet. Ihre Aufgabe übernimmt ab 1. November die bisherige pädagogische Mitarbeiterin Vanessa Gersonde-Löcher, war man sich einig. Zum 1. Januar 2018 sucht die VHS eine neue pädagogische Mitarbeiterin - unbefristet und in Vollzeit. Besonders erfreulich: Im vergangenen Jahr hat die Volkshochschule einen Überschuss von 51.000 Euro erzielt. Das ist den Deutsch-Integrationskursen zu verdanken, die die VHS im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge durchführt, erläuterte VHS-Leiter Martin Kurth. Deren Zahl stieg von 44 Kursen in 2015 auf 66 in 2016.

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Das Geld ist sowohl in Hilden als auch in Haan knapp. Deshalb hatte Verbandsvorsteherin Bürgermeisterin Birgit Alkenings (Hilden) die Volkshochschule aufgefordert, in diesem Jahr die Verbandsumlage um zehn Prozent zu reduzieren - und so einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung in beiden Kommunen zu leisten. Das hat die Volkshochschule geschafft. Die Umlage sinkt in diesem Jahr von 755.000 auf 699.000 Euro. Das verspricht die VHS auch für das kommende Jahr, geht aus dem Haushaltsplan 2018 vor, den Kurth vorlegte - trotz gestiegener Kosten.

Auf Hilden entfällt ein Zuschuss von 450.000 Euro, auf Haan 248.000 Euro, aufgeteilt nach Einwohnerzahl. Das soll auch in den nächsten Jahren so bleiben, verspricht Kurth. Das hören die Bürgermeisterinnen Birgit Alkenings (Hilden) und Bettina Warnecke (Haan) gern. Denn beide Kommunen haben mit Defiziten im Haushalt zu kämpfen.

Hilden/Haan: Volkshochschule hat ein neues Team
Foto: VHS/Norman Schwarz

Die Volkshochschule Hilden-Haan finanziert sich neben der Verbandsumlage im Wesentlichen aus Landeszuweisungen. Mit 258.000 Euro rechnet Kurth im kommenden Jahr, davon entfallen 32.000 Euro auf Schulabschlusslehrgänge. Bei Verwaltungs- und Prüfungsgebühren (429.000 Euro) will die VHS im kommenden Jahr 35.000 Euro einsparen. Die Erstattungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sollen 2018 von 277.000 auf 465.000 Euro steigen.

Der größte Ausgabe-Posten sind die Personalaufwendungen. Sie steigen im kommenden Jahr von 1,366 auf 1,400 Millionen Euro. Erstmals muss die Volkshochschule 7000 Euro Miete für die Nutzung des Haaner Hallenbades zahlen. Hintergrund: Die Stadtwerke Haan haben das Bad übernommen, weil sie Verluste und Gewinne steuermindernd verrechnen dürfen.

Der Haushalt 2018 soll in der nächsten Sitzung der Verbandsversammlung am 7. Dezember beraten und dann beschlossen werden.

(cis)