Vier Fraktionen bilden in Hilden eine Allianz gegen Birgit Alkenings

Hilden : Allianz gegen Alkenings

Bürgeraktion, CDU, FDP und Grüne unterstützen einen gemeinsamen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020. Claus Pommer soll Birgit Alkenings stürzen. Ein Kommentar.

Dass sich vier Hildener Fraktionen zusammenschließen und einen gemeinsamen Kandidaten in die Bürgermeisterwahl schicken, ist ungewöhnlich und zeigt vor allem eins: Die Politiker sind unzufrieden mit der Arbeit der Amtsinhaberin. Sie bündeln ihre Kraft und werfen ihre Stimmen in einen gemeinsamen Topf, um Birgit Alkenings zu stürzen.

Bei CDU, FDP und Bürgeraktion verwundert das nicht. Es ist schon fast ihre demokratische Pflicht, einen konservativen Gegenpol zur sozialdemokratische Bürgermeisterin zu bilden. Die Grünen allerdings als gewachsener Partner der SPD überraschen mit ihrer Entscheidung, Claus Pommer zu unterstützen. Die Wählergunst spricht für die Grünen, sie hätten auch einen eigenen aussichtsreichen Kandidaten aufstellen können. Aber sie entscheiden sich für den gemeinsamen Kampf, um die größtmögliche Chance zu haben.

Für Birgit Alkenings bedeutet dieser Schritt, dass die Wiederwahl wackelt, sofern Claus Pommer bei den Wählern gut ankommt. Gründe dafür muss sie bei sich selbst suchen. Fachlicher Natur werden sie wahrscheinlich nicht sein, denn die Verwaltung, die Abläufe und die politischen Prozesse kennt sie seit Jahrzehnten und versteht sie zu lenken. Politische Differenzen werden ihren Teil zu der Entscheidung beitragen. Aber 90 Prozent der Entschlüsse werden in Hilden einstimmig beschlossen. In Hilden herrscht also in der Regel Konsens.

Es scheint so, als läge der Grund woanders. Und darüber muss sich Birgit Alkenings jetzt Gedanken machen und etwas daran ändern. Wenn nicht, dürfte der Bürgermeister nach der Wahl 2020 Claus Pommer heißen.

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