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Hilden: Verkehrsminister: Kein Schienen-Lärmschutz

Hilden : Verkehrsminister: Kein Schienen-Lärmschutz

Durch den beschlossenen Ausbau der Betuwe-Linie zwischen Emmerich und Oberhausen werde auch der Güterzugverkehr auf der Trasse Mühlheim-Speldorf – Troisdorf zunehmen, die durch Hilden läuft, hatte sich Bürgermeister Horst Thiele Anfang Januar an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gewandt. Thiele schlug eine Lärmuntersuchung in Hilden auf Grundlage des zu erwartenden Güterzugverkehrs vor, an der sich die Stadt Hilden möglicherweise finanziell beteiligen werde.

Jetzt antwortete der Bundesverkehrsminister aus Berlin. Vor sieben Jahren sei mit Bundesmitteln für 270 000 Euro eine 300 Meter lange Lärmschutzwand in Hilden gebaut, für etwa 13 000 Euro seien 25 Wohnungen mit Schallschutz ausgerüstet worden. "Eine Wiederaufnahme der Lärmsanierungsmaßnahmen ist nicht möglich", lässt der Minister ausrichten. Die Bundesregierung habe jedoch bereits 2008 ein Pilotprojekt "Leiser Güterverkehr" auf den Weg gebracht. Durch Bremssohlen aus Verbundstoffen (statt Grauguss) blieben die Laufflächen der Eisenbahnräder dauerhaft in glattgeschliffenem Zustand. Der Schallpegel des Abrollgeräusches eines Güterwagens sinke damit um bis zu zehn Dezibel. Anfang dieses Jahres beginne man mit der Umrüstung von 1250 Güterwagen. Eine flächendeckende Lärmverminderung könne jedoch erst erreicht werden, wenn etwa 80 Prozent der vorhandenen Güterwagen mit Verbund-stoffbremssohlen ausgerüstet seien. Ende 2012 will der Bundesverkehrsminister zudem ein Trassenpreissystem mit lärmabhängiger Komponente einführen.

(RP)