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Hilden/Langenfeld: Verkehr: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Hilden/Langenfeld : Verkehr: Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Gesehen werden ist wichtig. Experten raten zu heller Kleidung und Reflektoren, LED-Lampen am Fahrrad und dem Licht-Test fürs Auto.

Ob nun Fußgänger, Auto- oder Fahrradfahrer - sie alle wollen im Straßenverkehr sicher sein. Wenn es jetzt wieder früh dunkel wird, kann dafür einiges getan werden. Vor allem für Radfahrer und Fußgänger gibt es spezielle Accessoires.

Der ein oder andere Autofahrer wird es kennen: Ein Fußgänger in dunkler Kleidung überquert die Straße. Und obwohl mit der Autobeleuchtung alles stimmt, stellt man fest, der war eigentlich nicht zu sehen. Eine große Gefahr, der Fußgänger vorbeugen können. Claudia Partha von der Kreispolizei Mettmann empfiehlt "helle Kleidung mit Reflektoren". Spezielles Material bekommt man im örtlichen Sportgeschäft. Vor allem für Jogger aber natürlich auch für jeden anderen Spaziergänger, der sich schützen will, wurden diverse reflektierende und selbstleuchtende Accessoires entwickelt. Vom Reflektor-Armband bis zur Neon-Mütze mit integriertem, blinkendem Rücklicht ist einiges zu finden.

Das gilt natürlich auch für Radfahrer, die sich entsprechend ausrüsten können. Neben der Kleidung ist hier natürlich vor allem die richtige Beleuchtung am Fahrrad gefragt. Ganz korrekt ausgestattet ist ein Fahrrad dann, wenn es "den roten Rückstrahler, die Pedalrückstrahler, Speichenreflektoren, eine Klingel und natürlich Licht hat", sagt Polizeisprecherin Partha. Oliver Hofmann aus Hilden (Ollis Fahrradstudio) hat einen Expertentipp: LED-Lampen sind hell und energiesparend. "Bei einer LED-Leuchte hält die Batterie bis zu 30 Stunden", sagt Hofmann. Nur dürfen per Gesetz am Fahrrad befindliche Lampen nicht blinken, darauf weist Daniel Ricks von Radsport Mattern in Haan hin. "Allerdings können an der Kleidung auch blinkende Lichter angebracht werden." Mit dem Kundenverhalten ist Ricks nicht wirklich zufrieden. "Viele kommen immer erst, wenn es zu spät ist" - sie also schon mit unzureichender Beleuchtung im Dunkeln unterwegs sind.

Damit Autofahrer zweibeinige und -rädrige Verkehrsteilnehmer erkennen können, ist eine funktionierende Fahrzeugbeleuchtung natürlich ebenso wichtig. Daher wird in KFZ-Werkstätten und in den Prüfzentren des ADAC alljährlich der kostenlose "Licht-Test" angeboten. "Wir stellen bei der Überprüfung oft Mängel fest, zum Beispiel an den Bremsleuchten. Hier wird ein Defekt meist gar nicht bemerkt", erläutert Dominik Te Sligte vom KFZ-Meisterbetrieb Schäfer in Monheim. "Nicht nur die Glühlampen werden geprüft, auch die Höheneinstellung der Frontleuchten sowie die Scheibenwischer sind wichtig für das Sichtfeld", sagt KFZ-Meister Reinhard Hahnenberg aus Langenfeld (Autohaus Lindemann). Damit Autofahrer also nicht als "Einäugige" oder "Blender" auf den Straßen auftauchen, sollte der "Licht-Test" unbedingt wahrgenommen werden.

Denn die jährliche Mängelstatistik, die das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe gemeinsam mit der Deutschen Verkehrswacht erhebt, belegt: Rund ein Drittel der geprüften Autos war 2013 mit einer fehlerhaften Fahrzeugbeleuchtung unterwegs. NRW-weit war in den Jahren 2011 bis 2013 ein leichter Mängelanstieg von rund 34 Prozent auf gut 37 Prozent bei den Licht-Tests zu verzeichnen, das geht aus Daten des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Landesverband Nordrhein-Westfalen, hervor.

Der Test dauert insgesamt nur etwa zehn Minuten. "Alles zwischen 15 und 20 Minuten reparieren wir sofort", sagt Te Sligte. Bezahlt werden müssen nur die Ersatzteile. Bei bestandenem Test erhält der Kunde die neue Licht-Test-Plakette für die Windschutzscheibe.

(RP)