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Haan: Verbesserung für Nahverkehr in Haan

Haan : Verbesserung für Nahverkehr in Haan

Nur Vorteile: Die Endpunkte der Linien Schnellbus 50 und L 786 sollen spätestens im Sommer getauscht werden.

Der Kreis Mettmann lässt den Nahverkehrsplan für den Kreis Mettmann überarbeiten. Er soll Aussagen und Prognosen über Bedarf, Nachfrage und die Entwicklung der Mobilität bis 2018 machen. Der Haaner Stadtrat hat dazu jetzt eine Stellungnahme abgegeben.

"Es geht im Wesentlichen um bekannte Probleme, etwa eine bessere Erschließung des Gewerbegebiets Haan-Ost", erläutert der Technische Beigeordnete Engin Alparslan. Vieles sei wünschenswert, stehe aber — wie momentan fast alles in der Gartenstadt — unter einem Finanzierungsvorbehalt. Haan wird voraussichtlich 2014 in den Nothaushalt rutschen. Jeder zusätzliche Buskilometer wird vom Kreis umgelegt und schlägt — je nach Anbieter — mit 80 Cent bis zu einem Euro zu Buche.

Quasi sofort und ohne Mehrkosten könnten allerdings die Endpunkte der Linien SB 50 und L 786 in Haan getauscht werden. Deshalb drängt die Gartenstadt auf Umsetzung, spätestens bis Sommer 2014, erläutert der Technische Beigeordnete Alparslan. Der Schnellbus 50 endet heute an der Bettina-von-Armin-Straße, die Busse der Linie L 786 an der Haltestelle Haan-Nachbarsberg.

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Die Stadt Haan erhofft sich von einem Tausch mehr Fahrgäste auf der SB 50, erläutert der Beigeordnete. Viele Anwohner am Nachbarsberg pendelten nach Düsseldorf. Sie hätten bei einem Tausch eine direkte Verbindung und müssten nicht mehr umsteigen. Zudem seien auf der SB 50 innerhalb von 24 Stunden mehr Busse unterwegs als auf der Linie 786. Und auch am Wochenende habe die Schnellbusverbindung von Haan nach Düsseldorf über die Autobahn 46 das bessere Angebot.

Andere Maßnahmen wie der Ausbau der "dynamischen Fahrgastinformation" an den Haltestellen oder der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen seien zwar "grundsätzlich wünschenswert", aber trotz Förderung durch das Land für Haan im Augenblick nicht finanzierbar. Alparslan: "Unberührt davon bleibt der Wille der Stadt Haan, dass der Gruitener Bahnhof barrierefrei ausgebaut wird."

Der Kreis will prüfen lassen, ob das Wohngebiet Hasenhaus in Gruiten besser an den Öffentlichen Nahverkehr angebunden werden kann. Dagegen hat die Stadt Haan keine Einwände. Für den Beigeordneten ist aber auch klar: Für eine neue Buslinie gibt es dort zu wenig Fahrgäste — und zu den bestehenden Buslinien keine verkehrlich oder wirtschaftlich vertretbaren Alternativen.

Die Verlängerung der Buslinie 786 bis zu einem S-Bahn-Haltepunkt in Erkrath will der Kreis nicht weiter prüfen. Das sei aus Haaner Sicht aber wünschenswert, wenn den Fahrgästen, speziell aus Unterhaan, dort ein verlässlicher Anschluss an die S-Bahn Düsseldorf-Wuppertal (S8/S68) angeboten werde. Im Gegenzug hatte die Stadt Erkrath gebeten zu prüfen, ob die Buslinie 786 nicht auch das Haaner Krankenhaus anfahren könne, weil dies eine erhebliche Verbesserung für Patienten und Angehörige aus Erkrath wäre.

Der ÖPNV-Arbeitskreis des Haaner Stadtrates zieht dies mittel- bis langfristig in Erwägung, berichtet Alparslan. Die L 786 könnte ab Haan Markt über die Haltestelle Krankenhaus und die Landstraße nach Gruiten geführt werden, das Industriegebiet Haan-Ost erschließen und eine Verbindung zum S-Bahnhof Gruiten herstellen. Der Kreistag will im ersten Quartal 2014 den fortgeschriebenen Nahverkehrsplan beschließen. Umgesetzt wird nur, was die Stadt Haan ausdrücklich bestätigt.

(RP)