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Hilden: Unfall am Sprungturm: Elfjährigem geht es gut

Hilden : Unfall am Sprungturm: Elfjährigem geht es gut

Nach seinem Sprung vom Zehn-Meter-Brett am Montag im Waldbad klagte ein Elfjähriger über Rückenschmerzen. "Nach Aussage der behandelnden Ärzte geht es dem Patienten wieder gut", teilte am Dienstag Karin Morawietz, Sprecherin des Städtischen Klinikums Solingen, mit.

Das Kind sei von der Intensiv- auf die reguläre Station verlegt worden. Nach ersten Untersuchungen gebe es keinen Anhalt für lebensbedrohliche Verletzungen: "Spezialuntersuchungen werden noch vorgenommen."

Das war bereits der zweite Unfall am Sprungturm innerhalb von drei Wochen. Nach einer missglückten Bauchlandung vom Zehn-Meter-Brett hatte sich ein 18-Jähriger eine Milzverletzung zuzogen. Die Stadtwerke Hilden sehen dennoch keinen Anlass, den Betriebsablauf zu verändern. "Wir tun bereits alles, um Schaden von unseren Gästen abzuwenden", sagte Ingo Paßenheim, Centerleiter Bäder bei den Stadtwerken: "Ich sehe nicht, wie das noch weiter sinnvoll verbessert werden könnte."

Auf den Sprungplattformen dürfe sich immer nur eine Person aufhalten, erläuterte Paßenheim die Sicherheitsvorkehrungen. Ein Schwimmmeister habe die Sprunganlage ständig im Auge und spreche Springer vor dem Absprung sofort persönlich an, sobald sie beim Aufstieg oder oben auf der Plattform einen irgendwie unsicheren Eindruck machten. "Nach unseren Erfahrungen ist das Lebensalter kein Kriterium", so Paßenheim über eine Altersbeschränkung für Sprünge vom Zehn-Meter-Brett: "Kinder können sehr sicher springen. Es gibt aber auch unerfahrene Erwachsene."

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Den Stadtwerken Hilden sei bislang kein einziger Fall bekannt, wo sich ein Gast nach einem Sprung vom Zehn-Meter-Brett im Waldbad bleibende Schäden zugezogen hat.

Falsch ausgeführte Wassersprünge könnten generell zu Verletzungen (etwa der Inneren Organe) führen — unabhängig von der Turmhöhe. Darauf weist Oberarzt Dr. Oliver Voss, Unfallchirurg am Städtischen Klinikum Solingen, hin.

(RP/ila/top)