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Umwelthilfe scheitert mit Fahrradstreifen-Antrag für Hilden

Politik : Umwelthilfe scheitert mit Fahrradstreifen-Antrag

Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, hatte einen Bürgerantrag bei der Stadt Hilden eingereicht und gefordert, innerorts Tempo 30 flächendeckend einzuführen.

Die Idee, in Hilden während der Corona-Krise Fahrspuren von Hauptverkehrsstraße für Autos zu sperren und für Fahrradfahrer zu öffnen, hat die Mehrheit der Lokalpolitik vom Tisch gewischt. „Eine Möglichkeit, Autospuren zu sperren, gibt es in Hilden nicht“, erklärte beispielsweise Ludger Reffgen von der Bürgeraktion. „Mehr Platz für Radfahrer begrüßen wir allerdings tendenziell.“

Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, hatte einen Bürgerantrag bei der Stadt Hilden eingereicht und gefordert, dass die Kommune während der Dauer der Corona-Krise nach dem Beispiel von Bogota oder Berlin Straßen zu provisorischen Fahrrad-Straßen umbaut (etwa mit Verkehrshütchen) und innerorts die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. „Gerade jetzt sei es wichtiger denn je, dass Fahrradfahrer und Fußgänger sich sicher durch unsere Städte bewegen können“, begründet Resch. Innerhalb weniger Tage könnten Fahrspuren für Autos in Radwege umgewandelt werden, durch simple Markierungen auf der Straße.  Städte könnten das nach der Straßenverkehrsordnung „schnell und unkompliziert, ohne Nachweis besonderer Voraussetzungen, anordnen.“

Doch mit dieser Forderung beißt Jürgen Resch bei der Mehrheit der Hildener Lokalpolitik auf Granit. „Wir sehen, dass der Fahrradverkehr zugenommen hat – der Vorschlag ist aber der falsche Weg“, erklärt Norbert Schreier von der CDU. Kevin Buchner (SPD) verweist auf die Bemühungen der Stadt, Radfahrern mehr Fläche zu geben: „Wir sind da nicht untätig.“