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Umbau des Hildener Gressard-Platz wird teurer

Alle Fraktionen segnen Planung einstimmig ab. : Umbau Gressard-Platz wird 100.000 Euro teurer

Die Gesamtkosten für das Teilprojekt des Innenstadt-Konzepts betragen jetzt 692.000 Euro. Gebaut wird frühestens erst 2020.

Der gut 300 Meter lange Gressard-Platz ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Benrather Straße (L404), Klotzstraße (L404) und die Fußgängerzone Mittelstraße kommen hier zusammen. Die dortige Bushaltestelle Richtung Düsseldorf soll umgebaut, ein neuer Linksabbieger in die Mittelstraße und vor allem eine zentrale Fußgängerfurt (sechs Meter breit) von der Fußgängerzone zum Stadtpark angelegt werden, fasste Planer Björn Wollentarski (Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser) die Ziele zusammen. Der Gressard-Platz ist das wichtigste Teilprojekt des millionenschweren Innenstadt-Konzepts und bereits intensiv diskutiert worden. Vielleicht auch deshalb stimmten jetzt alle Fraktionen im Fachausschuss der Planung ohne weitere Diskussion zu – obwohl der Entwurf (692.000 Euro) mehr als 100.000 Euro teurer wird als der Vorentwurf aus dem vergangenen Jahr. Das habe mit den genaueren Berechnungen des Aufwandes und den gestiegenen Baupreisen zu tun, erläuterte Erster Beigeordneter Norbert Danscheidt. Möglichkeiten zu sparen gebe es nicht mehr. Im Dezember will die Verwaltung ihren Förderantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf einreichen, erklärt Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann den Fahrplan: „Wenn alles klappt, übernimmt das Land 50 Prozent der Kosten und der Förderbescheid liegt in der zweiten Hälfte 2019 vor. Gebaut wird frühestens Anfang 2020.“

Fußgänger sollen die neue, sechs Meter breite Furt in einem Zug überqueren können. Sie soll die Fußgängerzone optisch besser mit dem Stadtpark verbinden. Die Bushaltestelle an der Benrather Straße wird verbreitert und verlängert, damit dort künftig zwei Busse gleichzeitig halten können. Auch ein Wartehäuschen ist vorgesehen. Neu ist ein Linksabbieger von der Benrather Straße in die Mittelstraße – für Liefer-Lkw. Dafür soll das Rechtsabbiegen von der Klotz- in die Mittelstraße künftig nicht mehr möglich sein. Diese Planung ist mit dem Landesbetrieb Straßen NRW abgestimmt, versicherte Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann. Die nördliche Ampel (vor dem Café) bleibe so, wie sie heute ist. Der Gressard-Platz behält die vier Fahrspuren. Sonst droht ein Verkehrskollaps, ergab die Verkehrsuntersuchung des Kölner Büros Dr. Brenner. CDU, SPD und die Mieter des Gewerbeparks Süd an der Hofstraße hatten „größte Bedenken“ wegen des Vorschlag der Stadtplaner gehabt, die Fahrspuren auf zwei zu reduzieren.