1. NRW
  2. Städte
  3. Hilden

U79: Maskenverweigerer geht Hildenerin an

Hilden : U79: Maskenverweigerer geht Hildenerin an

Dazu sagt die Rheinbahn: Sie hält die gesetzliche Vorgaben ein, kann und will aber nicht die Bürger erziehen. Eine Videoüberwachung aller Fahrzeuge, auch der alten, sei zu aufwändig.

In Bus und Bahn müssen Fahrgäste nach den Corona-Regeln Mund-Nase-Masken tragen. Als ein Fahrgast in der U79 das ignorierte, sprach Edith Moritz aus Hilden ihn an. Daraufhin ging der Mann sie persönlich an und beleidigte sie. Warum setzt die Rheinbahn nicht die vorgeschriebene Maskenpflicht durch, fragt sie das Verkehrsunternehmen. „Ihre Verärgerung können wir durchaus nachvollziehen“, antwortete jetzt die Rheinbahn: „Jedoch halten wir eine Fristsetzung und Ihre Vermutung, wir würden Sie nicht ernst nehmen, für unverhältnismäßig.“ Die interne Bearbeitungszeit umfasse einen Rahmen von 14 Tagen. Die Rheinbahn habe zudem versucht, die Hildenerin telefonisch zu erreichen,weil das Thema komplex sei.

Die Einhaltung der gesetzlichen Maskenpflicht bei Corona sei ein gesellschaftliches Thema. Die Rheinbahn habe nicht zur Aufgabe die Bürgerinnen und Bürger zu erziehen. „Dies können wir nicht leisten. Wir setzen die Vorgaben der Landesregierung um und unser Fahrpersonal, die Servicekräfte und die Fahrausweisprüferinnen und Fahrausweisprüfer achten auf die Einhaltung der Maskenpflicht und handeln bei Verstößen.“ 

  • In Bussen und Bahnen gilt eine
    Hildenerin in Düsseldorf angegangen : Rheinbahn-Kundin ist nach Vorfall mit Maskenverweigerer empört
  • Trixi Kolb hatte eine Online-Petition gestartet.
    Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen : So reagiert Initiatorin der Online-Petition
  • In Hilden sind die Buslinien auf
    Auswertung der „Allianz pro Schiene“ : Der Nahverkehr im Kreis Mettmann ist spitze

 Eine grundsätzliche Videoüberwachung, auch in den alten Fahrzeugen, könne und wolle die Rheinbahn nicht anbieten. „Die von Ihnen geforderten regelmäßigen Kontrollen in allen Fahrzeugen können wir personaltechnisch nicht leisten. Um Ihrer Forderung gerecht zu werden, müssten wir Hunderte von Personalen einstellen, um auf allen Fahrzeugen im Schichtbetrieb Kontrollen durchführen zu können.“ Durch diese immensen zusätzlichen Personalkosten würden sich der Ticketpreis annähernd verdoppeln. Damit wären Bus und Bahn in Düsseldorf und Umgebung keine preiswerten Alternative mehr zum eigenen PKW. Das könne auch nicht im Sinne von Edith  Moritz sein.

Die Mitarbeiter im Bus und Bahnbereich sowie Prüf- und Servicekräfte ermahnten Maskenverweigerer und verwiesen sie bei Uneinsichtigkeit auch des Fahrzeugs, betont die Rheinbahn. Das Ordnungsamt könne Strafen für Maskenverweigerer verhängen. „Hier erwarten wir auch weiterhin deren Unterstützung zur Durchsetzung der geltenden Pandemieregeln.“ Die Fahrerinnen und Fahrer  der Rheinbahn stünden Fahrgästen mit Rat und Tat vor Ort zur Seite, wenn diese in eine Situation geraten, die eine entspannte Fahrt verhindert. „Nötigenfalls steigen Sie bitte in den ersten Wagen um und sprechen unser Fahrpersonal direkt an.“