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Trotz Ärger: Verkauf fürs Festzelt startet

Hildener Karneval : Trotz Ärger: Verkauf fürs Festzelt startet

Das CCH wirbt bereits fleißig für den Absatz der Tickets, obwohl die rechtliche Situation mit dem gekündigten Zeltbetreiber noch nicht geklärt ist.

Die gute Nachricht vorweg: Wie auch immer der juristische Streit zwischen dem neuen Präsidium des Carnevals-Comitee Hilden (CCH) und dem gekündigten Zeltbetreiber Markus Herweg weitergehen mag – Karneval wird in der Itterstadt auf jeden Fall gefeiert.

 „Wir zählen die wenigen Stunden, bis uns der Bazillus Karneval wieder erwischt“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des CCH. In der Hildener Innenstadt, vor der Sparkasse  beginnt das Hoppeditz Erwachen am 11.11. ab 10 Uhr.  Alle Hildener Gesellschaften werden dort vertreten sein, alle Hildener Garden treten auf und als besonderes Bonbon wird die Auslosung der Hoppedine-Aktie stattfinden, heißt es.

 „Unsere Hoppedine wartet bereits ganz ungeduldig auf Ihren Auftritt“; weiß CCH-Pressewartin Isa Schwan. „Sie wird wie immer Geschichten und Ereignisse aus dem so bunten und vielfältigen politischen, gesellschaftlichen Leben berichten. Sie wird aber uns Karnevalisten sicher auch nicht verschonen.“

Auf diesen Vortrag darf man sich zweifellos uneingeschränkt freuen. Wie es auf Dauer um die Freude bei einem anderen Punkt in der Pressemitteilung aussieht, bleibt abzuwarten. Da heißt es nämlich weiter: „Als weiteres Bonbon werden an diesem Tag ab 10.11 Uhr die Eintrittskarten für das Karnevalszelt verkauft.“ An extra eingerichteten Verkaufsstellen könnten Karten für folgende Veranstaltungen erworben werden: Prinzenkürung 17. November., Altweiberparty, 28. Februar, Seeräuberball, 2. März, Afterzochparty,  4. März.

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Der bisherige Zeltbetreiber Markus Herweg, dessen laufender Vertrag vom neuen CCH-Vorstand gekündigt worden war, kündigte daraufhin an, „mit allen rechtlichen Mitteln“ dagegen vorgehen zu wollen, dass ihm weiterer wirtschaftlicher Schaden entsteht – sei es nun aus dem Kartenvorverkauf oder anderen Details.

Herweg beteuert, bis ins Detail belegen zu können, dass die Kündigung nicht rechtens sei. Er will auf Schadenersatz klagen. „Mein Vertrag wäre noch vier Jahre gültig gewesen“, betont der langjährige Zeltbetreiber, der in Hilden auch ebenso wie andere Mitglieder seiner Familie diverse karnevalistische Ämter bekleidet hat – darunter auch das des Prinzen Karneval.

Der neue CCH-Chef Daniel Pitschke erklärte zu diesem Thema, er werde Anfragen unserer Redaktion nur noch schriftlich beantworten. Eine Antwort auf die entsprechende schriftlich gestellte Frage stand gestern Abend bis kurz vor Redaktionsschluss allerdings noch aus.